Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

In einer Welt, in der Kriege durch den Einsatz von gewaltigen Drachen entschieden werden, gibt es nur einen einzigen Weg, diese Herren der Lüfte zu besiegen: Man muss ihnen auf den Zahn fühlen.

Weiterlesen

Aktuell in Japan:
22.10.: Kyôtô – Fest des Zeitalter (jidai matsuri) (regional) | 03.11.: Tag der Kultur (bunka no hi) (gesetzlich) | 03.11.: Hakone – Umzug der Feudalherren (hakone daimyo gyoretsu) (regional) | 15.11.: Sieben-Fünf-Drei (shichi go san) (landesweit) | 23.11.: Arbeits- und Erntedank-Tag (kinro kansha no hi) (gesetzlich)
Twittern" title= Auf Facebook teilen

Wovon wir träumten
 

Japanerinnen werden Anfang des 20. Jahrhunderts an gutaussehende Japaner in Amerika verheiratet, da sie in ihren Städten und Dörfern keine unverheirateten Männer haben. So wandern sie mit der Hoffnung an eine glückliche neue Zukunft in das fremde Land aus, doch ist nicht alles so, wie es sein sollte…
Inhalt Viele Japanerinnen befinden sich an Bord einiger Schiffe, mit nur einem Ziel: Amerika!
Sie wurden an Japaner versprochen, die bereits in Amerika leben. In ihren Briefen und auf ihren Fotos schrieben diese von einem vornehmen Leben mit einem jungen, schönen Ehemann. Doch bereits auf dem Schiff verliebten sich einige der Frauen in andere Männer, die an Bord waren. Sie verschenkten ihr Herz oder sprangen von Bord in den Tod. Diejenigen, die in Amerika ankamen, traf der harte Schlag der Realität: Ihre Männer sind alt, schroff und arbeiten auf dem Feld.
So wird ihr Leben fortan aussehen. Sie arbeiten von früh bis spät auf dem Feld und müssen abends für ihre Männer die Beine breit machen, welche sich ungestüm an ihnen vergehen können. Dem allem können sie nicht entfliehen, so sehr sie sich auch nach Japan und zu ihrer Familie sehnen. Doch so gerne wie sie wollten, fliehen können sie nicht. Welche Schande würden sie über die gesamte Familie bringen, wenn sie alleine zurückkommen würden?
Deswegen bleiben sie jahrelang in Amerika. Manche lernen Englisch, manche können nach 20 Jahren gerade mal „Hallo“ sagen.
Amerika ist für die jungen Japanerinnen ein Kulturschock. Die Frauen sind viel lauter, direkter und machen auch keine kleinen zierlichen Schritte – sie verhalten sich wie Pferde.
Doch mit der Zeit gewöhnen sie sich an diese Lebensart. Und so entsteht schon bald eine J-Town in der Stadt. Schnell übernehmen sie den Gemüse und Obstmarkt. Sie sind als Arbeiter schneller, besser und verlangen viel weniger Geld als ein normaler amerikanischer Feldarbeiter.
Die Frauen gebären mit der Zeit Nachwuchs. Aber sie verlieren ebensoeinige Kinder durch Krankheiten und Unglücke. Doch was sie am Ende erwartet, hatten sie weitaus nicht geahnt.
 
Wovon wir träumten
 
Autor:Julie Otsuka
Seiten:160
Verlag:Mareverlag
Erschienen:10.07.2012
ISBN:9783866481794
Preis:18,00 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Belletristik
Ursprungsland:USA
Originaltitel:Buddah in the Attic
Originalverlag:Anchor
Erstveröffentlichung:2001

Fazit Dieses Buch ist in einer „Wir“-Perspektive geschrieben. Es erzählt das Leben der Gruppe Japanerinnen, die in Amerika ankommen, geht dabei aber nicht besonders auf Charaktere ein, sondern hält die Erzählung oberflächlich in Aufzählungen. Es ist ein recht schmales Buch, perfekt für einen Tag am See!
Julie Otsuka stammt aus Kalifornien und studierte an den Universitäten von Yale und Columbia. 2002 brachte sie ihr erstes Buch „When the Emperor Was Divine“ auf den Markt. 2011 folgte der Roman „Wovon wir träumten“, mit dem sie den PEN/Faulkner Award gewann.
Autor: /  Reh-Baecker
Lektor: Johanna Hohner
Grafiker: Rebecca Bertram /  Reh-Baecker
Datum d. Artikels: 29.09.2013
Bildcopyright: Julie Otsuka, Mareverlag, Anchor


X