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Während der Frankfurter Buchmesse 2017 haben wir ein ausführliches Interview mit zwei Mitgliedern des Teams hinter der Deutschen Cosplay-Meisterschaft (DCM), Yasmin Hofmann Estevez und Björn Sandner, führen können. Was ist die DCM und was hebt sie von anderen Wettbewerben ab? Erfahrt es hier!

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Die Sieben Rosen von Tōkyō
 

Der Pazifikkrieg ist hart für die japanische Bevölkerung. Auch der Fächermacher Yamanaka muss sehen, wo er und seine Familie bleiben. Sein tägliches Leben, welches von Bombenwarnungen und der Suche nach Arbeit geprägt ist, hält er eifrig in seinem Tagebuch fest. Doch dann kapituliert Japan und Yamanaka kämpft um den Stolz der Einheimischen.
Inhalt Yamanaka Shinsuke ist ein Fächermacher und wohnt mit seiner Frau und seinen Töchtern nahe Tokyo. Im Jahre 1945 sind die amerikanischen Bombenangriffe besonders schlimm und versetzen nicht nur alle in Angst und Schrecken, sondern fordern auch viele Opfer. Der Bevölkerung Japans wird dennoch weiterhin vorgegaukelt, dass Japan nicht aufgibt und durchaus in der Lage ist, zurückzuschlagen.
Wie jeder stolze japanische Bürger glaubt auch Shinsuke Yamanaka daran und hält seine Gedanken zu Krieg, Essensknappheit und Familie in seinem Tagebuch fest. Nach einiger Zeit jedoch beginnt auch der ehemalige Fächermacher an vielen Dingen zu zweifeln und steigt sogar ins Schwarzmarktgeschäft ein, welches anfangs seinem Glauben widersprach.
Die gegenseitigen Schwarzmarkttauschgeschäfte helfen jedoch den Notleidenden und ernähren diese nicht nur, sondern eröffnen auch neue Möglichkeiten. Lediglich Leute, die daraus Profit schlagen wollen, gehen Yamanaka gegen den Strich.
Es ist jedoch auch eine Zeit, in der man vorsichtig sein muss, denn die Militärpolizei kennt keine Gnade, wenn sie einen Landesverräter vor sich zu haben glaubt. So gerät auch Yamanaka in Bedrängnis und wird sogar für einige Monate als politischer Verräter im Gefängnis festgehalten. Nur seiner Frau, die geistesgegenwärtig sein Tagebuch, welches ihn noch mehr in Misskredit gebracht hätte, versteckte, ist es zu verdanken, dass Yamanaka doch wieder entlassen wird und nach Hause zurückkehren kann.
Inzwischen hat Japan jedoch kapituliert und wird von Amerika unter dessen Fittiche genommen. Nach dem Tod seiner ältesten Tochter, die bei einem Bombenangriff ums Leben kam, hegt der Fächermacher allerdings einen enormen Hass gegen die Amerikaner und versteht nicht, wie manche Asiaten einfach ihren Stolz vergessen können und sich bei diesen anbiedern.
Dann kommt ein Gerücht auf, welches nicht nur Yamanaka fassungslos macht: Die Amerikaner wollen die japanische Schrift verbieten und sie durch das lateinische Alphabet ersetzen lassen, um die Japaner von ihren kulturellen Wurzeln zu lösen. Zu allem Überfluss muss der Vater auch noch lernen, dass seine zwei verbliebenen Töchter nicht nur als Hostessen tätig sind, sondern mit ihren Gästen weiter gehen.
Können die Sieben Rosen von Tokyo, die sieben japanischen Gespielinnen von amerikanischen Soldaten, die japanische Schrift retten?
Die Sieben Rosen von Tokyo
 
Autor:Hisashi Inoue
Seiten:672
Verlag:be.bra Verlag
Erschienen:06.03.2013
ISBN:9783861249177
Preis:36,00 €
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Genre:Belletristik, Geschichte
Ursprungsland:Japan
Originaltitel:Tōkyō sebun rōzu
Originalverlag:Bungei Shunju
Erstveröffentlichung:2002

Fazit Der japanische Schriftsteller Inoue Hisashi wurde am 16. November 1934 in Kawanishi geboren und starb im Alter von 75 Jahren am 9. April 2010 an Lungenkrebs.
Er erhielt 1972 den Naoki-Preis, 1981 den Yomiuri-Literaturpreis und 1999 den Kikuchi-Kan-Preis.
Anders als viele Zusammenfassungen und im Titel vermuten lassen, geht es in der ersten Hälfte des Buches um den noch herrschenden Krieg und dann um die Kapitulation Japans, was immer aus der Sicht von Yamanaka geschrieben ist. So bekommen den „Sieben Rosen“ und ihre Taten erst im letzten Viertel des Romans wirklich Aufmerksamkeit.
Autor: /  Subaru
Lektor: Christian Glöckner
Datum d. Artikels: 29.08.2014
Bildcopyright: be.bra / Bungei Shunju


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