Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Am 10. September ist "Welttag der Suizid-Prävention". Aus diesem Anlass veröffentlichte Egmont Manga jüngst den Einzelband "My broken Mariko" von Waka Hirako. Wir möchten euch dieses besondere Werk nicht vorenthalten und stellen es hiermit vor...!

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Ein Jahr in Tokio – Reise in den Alltag
 

Schnelles, lautes Tokyo und Julia mittendrin. Schon lange hatte sie den Traum, einmal nach Japan zu fliegen und dank neuer Umstände in ihrem Leben, nimmt sie die Chance jetzt wahr. Doch Japan ist anders als Deutschland und sie als junge Frau steckt zwischen Eindrücken, Vorurteilen, unbekannter Pop-Kultur und Romanzen.
Inhalt Als Julia achtundzwanzig Jahre zählt, krempelt sich ihr ganzes Leben um. Bei ihrem Job als Architektin wird ihr plötzlich gesagt, dass nicht mehr genügend Aufträge an Land gezogen werden können und sie sich leider etwas Neues suchen muss. Das ist für sie jedoch kein Grund zur Verzweiflung und sie sieht auch nicht ein, sich sofort wieder auf die Suche nach einem Job zu machen, denn das ist genau der Wink des Schicksals, auf den sie gehofft hat.
Endlich ist sie ungebunden und kann sich auf ein ganz eigenes Abenteuer machen. Zwar ist ihre Mutter besorgt, doch Julia entschließt sich, für ein Jahr nach Japan, genauer gesagt nach Tokyo, zu ziehen.

Ihre Faszination für das Land begann, als Satoshi, ein Austauschschüler an ihrer Universität, sich mit ihr anfreundete und sie letztlich sogar eine Beziehung hatten. Zwar brach ihr Kontakt in den nächsten Jahren nach seiner Rückkehr nicht ab, doch gesehen hatten sie sich drei Jahre nicht mehr.
Das ändert sich direkt nach ihrer Ankunft. Er holt sie ab und bringt sie erst einmal zu ihrem Zimmer in einem „Monthly Mansion“ in Shinjuku, bevor er ihr die ersten Eindrücke Japans vermittelt. Doch was wie das Wiederaufleben der Beziehung wirkt, ist tatsächlich eher ein Alptraum in dieser sonst so traumhaften Stadt. Nicht nur erfährt sie über gemeinsame Freunde, dass Satoshi verlobt ist und bald heiraten wird, sondern auch die anderen Bewohner ihrer Bleibe sind ihr nicht ganz geheuer. So sucht sie nach einer anderen Wohnung und stürzt sich ins Nachtleben, sucht irgendwann nach einem Job und lernt neue Menschen kennen.

Darunter auch Naoki, den sie zufällig bei Ski-Fahren kennengelernt hatte und der ihr nicht nur das meiste der japanischen Kultur beibringen wird, das sie dort kennenlernen darf, sondern der schon bald einen besonderen Stellenwert in ihrem Leben einnimmt.
Doch auch andere „gaijin“ lernt sie kennen und fragt sich, warum diese in dieses ferne und fremde Land gekommen sind. Einige Antworten sind Manga, Anime und Visual Kei. Doch auch wenn die Begriffe, die fallen, zu den Bekanntesten gehören, hat Julia doch keinerlei Ahnung davon. In Deutschland hatte sie eigentlich keine Berührung mit der bekannten Pop-Kultur des Landes.
Und so lernt sie neben ihrem turbulenten Leben das japanische Oktoberfest am Zapfhahn, Onsen, Okonomiyaki, Ramen, Love Hotels, Karaoke, Hanami, Tempel, Geschichte und Literatur kennen – auch wenn sie sich lange gar nicht sicher ist, warum sie überhaupt dort ist.
Ein Jahr in Tokio
 
Autor:Julia Berger
Seiten:192
Verlag:Herder
Erschienen:19.09.2012
ISBN:9783451062940
Preis:12,99 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Erzähltes Leben, Reiseführer/Reisebericht, Japan

Fazit „Ein Jahr in Tokio – Reise in den Alltag“ sagt auf seinem Buchrücken nicht all zu viel über das Buch aus. Wer ein Buch möchte, das sehr viel über Japan und die Sehenswürdigkeiten erzählt, der sollte hiervon jedoch vielleicht lieber Abstand nehmen. Denn das Tagebuch beschäftigt sich in einem leichten Romanstil vor allem mit dem Leben Julias, in dem es vor allem um Freunde und ihre Liebe geht. Natürlich besucht sie auch interessante Orte und man kann durchaus etwas daraus lernen, doch meist werden Gespräche mit ihren Bekannten und E-Mails mit ihrer Freundin in Deutschland wiedergegeben. Am Ende des Buches findet man noch einen kleinen Tagebuchauschnitt rund um den 11.03.2011.
Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 01.11.2014
Bildcopyright: Herder


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