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Liebeserklärung an Japan
 

Wie hört es sich an, wenn man einem Land eine Liebeserklärung machen möchte? Hans H. Krüger hat sich darüber einige Gedanken gemacht und so ein Buch geschaffen, in welchem man nicht nur seine Liebe zu dem Land spürt, sondern auch feine Einzelheiten, Momentaufnahmen und den japanischen Alltag erleben kann.
Inhalt Als er das erste Mal nach Japan kommt und Tokyo zu seiner, zumindest vorerst, neuen Heimat wird, sieht er sich mit einer Stadt konfrontiert, die wie ein Fenster in eine andere Welt ist. Alles scheint neu und der Entdeckergeist in ihm ist groß. Er versucht, seine Umgebung zu beobachten, seine ersten Eindrücke zu schildern und etwas in Worte zu fassen, das kaum greifbar ist.

Über die Zeit hinweg lernt er die Sprache besser kennen und versucht, andere Aspekte des Landes zu entdecken. Er besucht das Land, ist bei älteren Menschen zu Gast und lässt sich Geschichten erzählen; darüber, wie das Leben hier ist und wie es früher einmal war. Er erfährt die Geschichten, die Leben geprägt haben und besucht Orte, die einem normalen Touristen meist verborgen bleiben. Er genießt die Gastfreundschaft und zeigt reges Interesse an Landwirtschaft, Bräuchen, aber auch an der Unterwelt der Tokyoter Spielerszene, die illegal ihrer Machenschaften nachgeht, den Badeorten, die dem Inselvolk nach wie vor heilig sind und wie Japan vom Ausland wahrgenommen wird.

Und genau das macht die Besonderheit dieser „Liebeserklärung an Japan“ aus. Sie ist abwechslungsreich und beschreibt weit mehr, als es ein einfacher Reisebericht tut. Hans H. Krüger wirft den Leser Kapitelweise immer wieder in neue Erlebnisse oder teilt einfach nur seine Gedanken mit. An einer Stelle lässt er sich so poetisch über Tokyo aus, dass man ihn fast nur verstehen kann, wenn man die Stadt selbst einmal erlebt hat. Dann erzählt er wieder sachlich und manchmal auch etwas emotional von Reisen auf das japanische Land und den Menschen dort. Seine Beobachtungsgabe lässt den Leser von sehr detaillierten und bildlichen Beschreibungen profitieren, die es einfach machen, sich diese Orte vorzustellen, obwohl man selbst noch nicht dort war.

Dann gibt es wieder Kapitel, in denen er eher allgemein schreibt. Was denken Architekten der Welt über Tokyos Aussehen? Wie entstand die heutige Hauptstadt? Was dachten frühere Menschen aus dem Ausland über das Japan, das sich gerade erst der Welt geöffnet hat? Dabei bezieht er sich auf viele Zitate, nennt Lektüre-Tipps und gibt seine eigene Meinung wieder, bevor im nächsten Kapitel kurze Anekdoten zu Begegnungen stehen, die bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben.
Liebeserklärung an JAPAN - Götter, Geishas und Gangster - Erlebnisse in einer fremden Welt
 
Autor:Hans H. Krüger
Seiten:224
Verlag:Stürtz
Erschienen:05.12.2013
ISBN:978-3-8003-4750-6
Preis:12,99 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Erzähltes Leben, Reiseführer/Reisebericht, Japan
Ursprungsland:Deutschland

Fazit „Liebeserklärung an Japan“ ist genau das, was im Titel steht, doch eigentlich auch viel mehr. Denn auch wenn gerade die ersten Kapitel etwas verträumt und poetisch wirken und vielleicht für den einen oder anderen, der nur etwas über das Land erfahren möchte, schwer zu lesen sein könnten, so entwickelt es sich schon bald zu einer beträchtlichen Ansammlung aus Erlebnissen, Eindrücken und Fakten. Diese sind so einfach und bildlich geschrieben und kommen mit einer wunderbaren Abwechslung vor, dass es schwer ist, das Buch aus der Hand zu legen. Man spürt die Liebe, aber auch das beobachtende Auge des Autors und teilt diese Reise und die Begegnungen ein Stückchen mit ihm. Wer kleine, abwechslungsreiche Häppchen sucht, die einem das Land näher bringen, der sollte hier beherzt zugreifen.
Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Datum d. Artikels: 13.11.2017
Bildcopyright: Verlagshaus Würzburg GmbH & Co. KG, Ben Simmons


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