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Darum spinnen Japaner
 

Japan ist für viele ein reines Traumland. Niedrige Kriminalitätsrate, überall geht es gesittet zu, es ist modern, die Menschen sind freundlich und lassen neben der Tradition auch die Moderne und sogar Fantasie-Welten zu. Doch ist das wirklich alles? Christoph Neumann beleuchtet die Seite Japans, die man vielleicht nicht so gerne sehen möchte...
Inhalt Wenn wir einmal ehrlich sind, gibt es kaum Reiseberichte von Touristen, die einen längeren oder kürzeren Urlaub in Japan verbracht haben und dabei viel Schlechtes zu berichten haben. Doch was haben sie nicht gesehen? Den japanischen Alltag, den man erlebt, wenn man in diesem Land wohnt und arbeitet. Das jedenfalls ist es, was der Autor dieses Buches tut und genau aus diesem Grunde, möchte er etwas Licht auf die dunkle Seite des Landes bringen, die dem Besucher oft verborgen bleibt.

Dabei kann es sich um kleinere Dinge handeln:
Wie genau sind sie eigentlich, die japanischen Männer?
Nach außen wirken sie freundlich, immer zuvorkommend und so, als wäre Arbeit ihr Leben. Doch zuhause verwandelt sich der typisch japanische Mann in einen Riesenmacho, der zwar Befehle brüllt, aber ohne seine Frau vollkommen aufgeschmissen wäre. Denn er selbst hat von Haushalt oder Ähnlichem absolut keine Ahnung. Sie wollen bemuttert werden, sei es nun von ihrer Frau oder anderen Frauen. Kein Wunder also, dass gerade Hostess-Bars oder auch Izakayas – also Bars – mit mütterlichen Damen als Besitzerin so beliebt sind.

Und wie ist es eigentlich so um das technische Wunderwerk Japans – die Toilette -bestellt? Wenn es etwas gibt, dass Japaner wirklich nicht gerade von sich geben, dann sind es die Geräusche, die leider irgendwann zwangsläufig passieren, wenn man das Klo besuchen muss. Japaner sträuben sich davor wie kein anderes Völkchen auf der Welt - doch wie machen sie das?

Genauso werden auch ernstere Themen behandelt. Beispielsweise erzählt der Autor, wie man dank Todesfällen an günstigere Wohnungen kommt, warum die Rate der verurteilten Verbrecher so hoch ist und auch ein wenig über die Situation während des Tsunamis 2011.
In siebzehn Kapiteln befasst sich der Autor mit siebzehn oft sehr unterschiedlichen Themen und beschreibt und umschreibt diese sehr umfassend.
Darum spinnen Japaner: Neues vom Wahnsinn des japanischen Alltags
 
Autor:Christoph Neumann
Seiten:238
Verlag:Piper Verlag
Erschienen:11.06.2013
ISBN:978-3-492-30263-0
Preis:9,99 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Erzähltes Leben, Reiseführer/Reisebericht, Japan
Ursprungsland:Deutschland

Fazit Der Autor Christoph Neumann lebt schon lange in Japan und beschreibt viele dieser Themen mit Aussagen von Freunden aus dem In- und Ausland und kann natürlich auch selbst viel erzählen. Dabei beschränkt er sich jedoch meist ausnahmslos auf die negativen Aspekte und erzählt gerade bei harmloseren Themen gern sehr überspitzt davon, was er so erlebt hat. Trotz allem wird er ernster, wenn es um Themen geht, mit denen nicht zu spaßen ist. Wer einen einfachen Reiseführer sucht, der Japan für einen Urlaub schmackhaft macht, der sollte von diesem Buch Abstand nehmen. Wer jedoch teilweise überspitzte Kommentare entschlüsseln kann und die Augen auch vor den negativen Seiten Japans nicht verschließen möchte, dem sei das Buch ans Herz gelegt. Wer mehr von Christoph Neumann lesen möchte, der kann auf sein älteres Buch „Darum nerven Japaner“ zurückgreifen.
Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Datum d. Artikels: 27.11.2017
Bildcopyright: Piper Verlag


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