Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Vom 6. bis 8. September fand im Kongress Palais Kassel die größte ehrenamtlich organisierte Convention im deutschsprachigen Raum statt: Die Connichi ist ein jährliches Highlight für alle Freunde japanischer Popkultur.

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Manga Design: Book Designs for Japanese Comic Books
 

Das Cover beziehungsweise der Umschlag eines jeden Manga, ist sein Aushängeschild und dementsprechend nicht so einfach zu gestalten. Wer Anregungen für die eigene Umsetzung braucht, der sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.
Inhalt Das dicke und bunte Buch startet mit einem kleinen Vorwort des Autors, um dann gleich zum Inhaltsverzeichnis überzugehen. Dort haben alle Abschnitte englische Untertitel erhalten. 
Doch bevor es mit dem Kapitel „Gimmick“ losgeht, wird zunächst erklärt, wie die einzelnen Teile eines Manga bezeichnet werden, was sie sind und was es für Druckmöglichkeiten und Tinte für die Kunstwerke gibt. Auch eine kurze Erklärung zu den Creditangaben darf natürlich nicht fehlen, wenn schon der komplette Manga analysiert wird.
 
Man halte fest: Japanische Manga haben immer ein Buchumschlag. Denn selbst, wenn das Umschlagscover und das Cover des Manga oft gleich sind, so spielen viele Verleger beziehungsweise Künstler damit und zeichnen mal mehr oder weniger auf das direkt aufgedruckte Cover. Da macht es Spaß einen Blick unter den Umschlag zu werfen. So wie das Buch es nun im ersten Kapitel macht. Was da nicht alles zum Vorschein kommt. Und wenn ein Manga mehrere Bände aufweist, ist es auch einen Versuch wert sich die Cover mal nebeneinander oder auch übereinander hinzulegen. Dabei erblicken die Augen oft ganz neue Bilder, die man nicht erwartet hatte.
 
Das zweite Kapitel passt sich dann der Erklärung über spezielle Drucke an und zeigt außergewöhnliche Einbände, die zum Beispiel, wie bei der japanischen (und auch deutschen) „Dimension W“ Ausgabe, Abschnitte haben, die im dunkeln Leuchten.
 
Danach wird auf die Farben eingegangen. Nicht jeder Mangaeinband muss kunterbunt sein. Im Gegenteil. Oft machen zwei ausgewählte Farben oder ein blasserer Druck den Charme aus. Auch Schwarz muss nicht immer düster wirken. Es kommt auf die Kombination an.
 
„Connected Design“ geht dann, wie der Name schon sagt, auf verbundene Coverdesigns ein. Allerdings nicht, wie zuvor, das diese ein großes Bild ergeben, sondern, dass das Grundgerüst des Cover immer gleich ist. Zum Beispiel die gleiche Pose verschiedener Figuren. In Deutschland gibt es das bei den Reihen „Die Walkinder“ oder „Assassination Classroom“ zu bestaunen.
 
Es folgt „Composition & Motif“, da ja nicht jedes Cover geradlinig oder frontal gestaltet sein muss. Auch die Größenverhältnisse müssen nicht immer passen. „Spielen“ ist also erlaubt, wenn es zum Charakter des Manga passt.
 
Was nicht nur Mangazeichner sondern auch Selfpublisher allgemein interessieren dürfte sind „Titel Logo & Layout“. Wo kann ich meinen Titel über das Bild setzen, welche Schriftart sollte ich wählen und passt alles zusammen? Auch hier gibt es einige Beispiele dazu. Wobei die Japaner mit ihren Schriftzeichen da eindeutig mehr Spielraum haben, als die Europäer.
 
Die letzten Seiten sind dann Umschlägen gewidmet, die als Parodien anzusehen sind. Danach gibt es noch einen Index, in dem man nach bestimmten Begriffen suchen kann, um gleich die richtige Seite zu finden.

Manga Design: Book Designs for Japanese Comic Books
 
Autor:K.T.
Seiten:208
Verlag:PIE International
Erschienen:06.11.2015
ISBN:9784756246912
Preis:18,23 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Japan, Kunst, Bildband
Ursprungsland:Japan
Originaltitel:Manga Design: 300k Designs for Japanese Comic Books
Originalverlag:PIE
Erstveröffentlichung:2015

Fazit Mit Ausnahmen, wie Untertiteln, sollte man sich beim Kauf bewusst sein, dass das Buch rein Japanisch gehalten ist. Was Künstler allerdings nicht davon abhalten sollte es sich zuzulegen. Gerade Zeichner, die sich für die Entwicklung oder eben die Gestaltung von Manga-Covern interessieren, sollten sich nicht abschrecken lassen. Das viele Bildmaterial lädt zum Schmökern ein. Und es gibt ja zur Not immer noch Übersetzer-Apps - sollte man mal wirklich etwas verstehen wollen. Aber allein schon die Bilder regen zum Gestalten an und sind für jeden Zeichner eine Hilfe wie denn der Blickfang seines Manga – das Cover bzw. der Umschlag – aussehen sollen.
Autor: /  Subaru
Lektor: Saskia Haber
Datum d. Artikels: 12.07.2019
Bildcopyright: PIE International / K.T.


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