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Der Spielplatz der Götter
 

Lange Winter mit viel, viel Schnee, Temperaturen, bei denen die Wimpern abzubrechen drohen, ständige Konfrontation mit Wildtieren und 37 Kilometer bis zum nächsten Supermarkt. Wie lässt es sich unter solchen Bedingungen wohl leben...?
Inhalt Familie Miyashita hat einen Entschluss gefasst: Sie wollen für ein Jahr lang in einem kleinen Dorf in den Bergen Hokkaidos leben. Tomuraushi lautet der Name des Ortes, in dem es keinen eigenen Supermarkt gibt und Temperaturen von -20° im Winter keine Seltenheit sind.

Die Miyashitas – ein Elternpaar und drei Halbwüchsige – wohnen eigentlich in Fukui, einer Großstadt mitten auf der japanischen Hauptinsel Honshu, direkt an der Westküste. Das hektische und müßige Stadtleben ist ihnen seit jeher vertraut – da reizt es umso mehr, einmal probeweise aufs Land zu ziehen. Doch Natsu Miyashita, Schriftstellerin und Mutter, zweifelt noch bis zur letzten Minute, ob dieser Plan auch wirklich die richtige Entscheidung für die ganze Familie ist: Musste es gleich ein Dorf so fernab jeglicher Zivilisation sein? Mitten in der Wildnis? Konnte man als Städter dort überhaupt überleben – oder lief man Gefahr, vom erstbesten Bären verspeist zu werden? Und wie würden sich ihre Kinder an einem Ort entwickeln, an dem es nur eine einzige Schule mit kaum mehr als einem Dutzend Schüler gab?

Viele ihrer Sorgen stellen sich vor Ort jedoch schon bald als unbegründet heraus. Aber dafür sehen sie sich mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert, die sie nicht erwartet haben: Winterliche Temperaturen bis in den Mai hinein, Giftpflanzen unmittelbar vor der eigenen Haustür, winzige Insekten, die einen höllischen Juckreiz verursachen können, und sehr bescheidener Fernsehempfang. Im Gegenzug erfährt die ganze Familie aber auch ein menschliches Miteinander, wie sie es zuvor noch nicht kannte: Hier halten wirklich alle zusammen und es wird jedem geholfen, egal, wer er ist. Die Lehrer zeigen einen warmherzigen Einsatz für ihre Schüler, wie er in der Stadt kaum denkbar wäre, und die Nachbarn werden ganz schnell zu guten und vertrauten Freunden.

Fast wie im Paradies kommt es Natsu und ihrer Familie manchmal vor, trotz – oder gerade wegen? – der zahlreichen Umstellungen, die sie für ihren Alltag eingehen müssen. Ob es da wirklich nur bei dem einen geplanten Jahr bleibt...?

Der Spielplatz der Götter: Eine Familie zieht aufs Land
 
Autor:Natsu Miyashita
Seiten:272
Verlag:Cass
Erschienen:20.08.2019
ISBN:9783944751214
Preis:20,00 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Erzähltes Leben, Reiseführer/Reisebericht, Japan
Ursprungsland:Japan
Originaltitel:Kamisamatachi no asobu niwa
Originalverlag:Kobunsha Co., Ltd.
Erstveröffentlichung:2015

Fazit „Der Spielplatz der Götter“ ist eine Sammlung tagebuchartiger Aufzeichnungen, die die Autorin Natsu Miyashita getätigt hat, als sie dieses Projekt mit ihrer Familie im April 2013 umsetzte. Die einzelnen Einträge haben sehr unterschiedliche Längen, sind aber äußerst privat und authentisch verfasst worden, wodurch man auch als Außenstehender eine gute Vorstellung von dem Beschriebenen erhält.
Die Erfahrungen aus diesen Erzählungen dienten Natsu Miyashita als Vorlage für ihren Roman „Hitsuji to hagane no mori“ („Der Wald aus Stahldraht und Filz“), der 2015 in Japan erschien.

Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Datum d. Artikels: 23.10.2019
Bildcopyright: ©Aiko Fukawa, Artographie-Werkstatt Weimar, cass


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