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Kriege und Schlachten in Japan, die Geschichte schrieben. Von 1853 bis 1922
 

Welche Schlachten gingen in die japanische Geschichte ein? Wie schafften es die Japaner, den Europäern militärisch ebenbürtig zu sein?
Solche und ähnliche Fragen werden in dem Buch beantwortet. Ein kurzer Überblick über die Schlachten Japans Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts.
Inhalt
Das Werk gliedert sich dabei in drei große Sinnabschnitte: Zunächst wird in einem Abriss die Geschichte Japans von 1853 bis 1922 dargelegt, bevor es um die Entwicklung der Waffen und des modernen Militärs geht. Schließlich findet man im letzten großen Abschnitt mit den bedeutendsten Schlachten den Abschluss des Buches.
Obwohl eine sehr detaillierte Gliederung vorgenommen wurde, hat man im zweiten großen Abschnitt, in dem es um die Entwicklung des Militärs geht, auf eine chronologische Reihenfolge verzichtet und stattdessen nach Themen geordnet. Das kann, gerade als Nicht-Kenner der japanischen Geschichte, schnell verwirren, da sehr in den Jahreszahlen gesprungen wird. Sehr gut allerdings sind die Kästen, mit kurzen Biographien herausragender Persönlichkeiten, wie Mitgliedern der Kaiserfamilie.
Leider wird das System nicht beibehalten, sodass sich bei Voranschreiten des Buches immer weniger solche Informationsblöcke finden. Optisch dagegen hätten die Kästen ansprechender sein können, wenn man mehr als lediglich eine dünne schwarze Linie als Begrenzung genutzt hätte.

Der dritte, große Komplex widmet sich den großen Schlachten, dem Boshin-Krieg, mit dem der Shogun endgültig seine Macht verlor, sowie die Kriege mit China und Russland und die Beteiligung der Japaner im ersten Weltkrieg.
Anders als der Untertitel „von 1853 bis 1922“ impliziert, wird jedoch erst ab 1868, als der Boshin-Krieg stattfand, berichtet. Sehr hilfreich ist, dass vor jeder beschriebenen Schlacht eine kurze Zeittafel mit einzelnen Etappen und deren Ausgang steht, wenngleich diese optisch auch alles andere als ansprechend ist.
Auch ein großes Ärgernis sind die häufig vorkommenden Rechtschreibfehler und auch wenn „Jänner“ in Österreich ein gängiges Wort ist, wird kaum ein Deutscher wissen, dass damit „Januar“ gemeint ist. Zudem werden einige japanische Wörter nicht erklärt: Zunächst heißt es die ganze Zeit „ritueller Selbstmord“ und dann wird ohne Erklärung zu „seppuku“ übergegangen. Auch dass das heutige Tokyo ehemals Edo war, wird nicht erwähnt, sodass ein Laie glauben könnte, es handle sich um zwei verschiedene Orte.
Sehr gut dagegen ist die Bebilderung des Buches, wobei auch viele Karten verwendet werden.
Kriege und Schlachten in Japan, die Geschichte schrieben. Von 1853 bis 1922
 
Autor:Harald Pöcher
Seiten:112
Verlag:Lit Verlag
Erschienen:02.02.2011
ISBN:978-3643502674
Preis:19,90 €
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Genre:Geschichte

Fazit Harald Pöcher, der mit einer Japanerin verheiratet ist, schrieb zum Thema „Militärgeschichte“ auch den ersten Teil des Werkes „Kriege und Schlachten in Japan, die Geschichte schrieben. Von den Anfängen bis 1853“, sowie „Die Produktion von Waffen in Japan“. Er doziert derzeit am Institut für Japanologie in Wien.
Autor: /  TonaradossTharayn
Lektor: Christine Schäffer
Grafiker: C. Deptalla /  TonaradossTharayn
Datum d. Artikels: 27.04.2011
Bildcopyright: Harald Pöcher


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