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"DanMachi - The Movie - Arrow of the Orion" kommt zwar nicht in die Kinos, dafür aber zu euch nach Hause...!

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Aktuell in Japan:
15.06. - 17.06.: Kanazawa - Reisfest des Herrn (hyakuman gokusai) (regional) | 07.07.: Sternenfest (tanabata matsuri) (landesweit) | 19.07.: Tag der Marine (landesweit) | 16.07. - 24.07.: Kyôtô - Gion Matsuri (regional) | 24.07. - 25.07.: Tôkyô – Tenjin Matsuri (regional)
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Blauäugig in Tokio - Meine verrückten Jahre in Japan
 

Als junger Mann macht sich Niall Murtagh auf, um nach seinem Studium die Welt zu erforschen. Seine Reise soll länger dauern, als er erwartet hat. Er ist ein absoluter Freigeist und folgt nur sich selbst, doch als er sich nach ein wenig Sicherheit sehnt, beschließt er, für ein paar Jahre nach Japan zu gehen und Muruta-san zu werden.
Inhalt Niall Murtagh ist gebürtiger Ire und gerade erst mit seinem Studium fertig geworden. Bevor er sich den Härten des Lebens widmet, beschließt er jedoch, erst einmal ein wenig von der Welt zu sehen. Für ein Jahr möchte er quer durch die Welt reisen und dabei so wenig Geld wie möglich ausgeben. Somit schläft er in Parks und an Stränden, lernt neue Leute kennen und sein Jahr dauert plötzlich drei Jahre, in denen er alle möglichen Jobs annimmt und verschiedenste Länder bereist. Er ist niemand, den es lange an einem Ort hält. Nach einer weniger schönen Erfahrung - oder besser gesagt lebensgefährlichen - beschließt er, dass es Zeit für ein wenig Sicherheit wird. Ein Glück also, dass die Bewerbungen, die er abgeschickt hatte, auch etwas Gutes mit sich gebracht haben. Er wurde an der berühmten Todai Universität angenommen und beschließt, diese auch zu besuchen und Muruta-san zu werden. Doch schnell stellt er fest, dass hier ein anderer Wind weht. Je nach Lehrer müssen die Schüler ihren Sensei sogar fragen, wenn sie umziehen oder heiraten wollen. Irgendwie versteht er das Ganze nicht. Nachdem er die Uni also ein weiteres Mal in einem anderen Land absolviert hat und auch der Sprache langsam Herr wird, muss er sich überlegen, was er als Nächstes tun möchte. Es wäre doch bestimmt interessant, ein paar Jahre – ein oder zwei – in einem traditionellen japanischen Unternehmen zu arbeiten, jedenfalls als richtiger Angestellter, der sich nicht von den Einheimischen unterscheidet. Nach einigen Überlegungen versucht er sein Glück bei Mitsubishi und wird dort tatsächlich eingestellt, denn das Unternehmen möchte gern „internationaler“ werden. Allerdings möchte er nicht so schnell schon in das Leben als „Ameise“ – wie es ein Studienkollege bezeichnete – eintreten und schlägt für sich noch einmal ein paar Monate heraus, um durch die Welt zu reisen. Doch schon bei seinem Antritt bemerkt er, dass der Aufenthalt hier alles andere als „normal“ und „langweilig“ werden könnte. Allein schon das Firmenhandbuch hält lustige und seltsame Seiten für ihn bereit, bei der medizinischen Umfrage werden die Mitarbeiter gefragt, ob sie anderer Leute nach Mundgeruch hätten, um mit dem Fahrrad zu fahren brauch er erst einmal eine Genehmigung, seine Kollegen sind sich nicht so sicher, ob er – Mitte 30 – allein leben und sich versorgen kann, ohne in einem Wohnheim zu leben und seine Nachbarn sind unglaublich laut. Beinahe jeden Tag begegnen ihm Kuriositäten, die in Japan wohl so normal sind, wie für uns sonderbar und so findet er seinen Aufenthalt vielleicht doch noch etwas länger belustigend…
Blauäugig in Tokio: Meine verrückten Jahre in Japan
 
Autor:Niall Murtagh
Seiten:291
Verlag:ullstein Verlag
Erschienen:01.09.2008
ISBN:9783548372112
Preis:8,95 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Humor, Erzähltes Leben, Japan
Ursprungsland:Großbritannien
Originaltitel:The blue-eyed Salaryman. From world traveller to lifer at Mitsubishi
Originalverlag:ProfileBooks Ltd. London
Erstveröffentlichung:2005

Fazit Niall Murtagh erzählt von seinen Erlebnissen als Mitsubishi-Mann in Japan und beschreibt dabei so viele lustige und seltsame Vorkommnisse, dass man einfach weiterlesen muss. Dabei hat er eine so erfrischend ironische Art, dass es Spaß macht, seinen Gedankengängen zu folgen und mitzuerleben, wie er auf welche Begebenheit reagiert. Auf der einen Seite scheint er sich anzupassen, auf der anderen bewahrt er sich immer ein wenig „Ausländersein“ und rebelliert im Stillen. Er lernt viele verschiedene Menschen kennen und sieht sich doch immer als jemand, der eigentlich nur auf der Durchreise ist und bewahrt sich so seinen etwas anderen Blickwinkel auf die Dinge.
Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Jennifer Brox
Datum d. Artikels: 22.01.2012
Bildcopyright: ullstein Verlag


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