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Die japanische Küche
 

Unter Sake, Soba und Shiitake-Pilzen kann sich wahrscheinlich noch jeder etwas vorstellen, der sich schon mal mit der japanischen Küche auseinander gesetzt hat. Aber Negi (nein, nicht Springfield)? Vielleicht schon mal gehört. Und Yuba, Daizu und Enokitake? Wohl eher noch nicht.
Das Kochbuch und Nachschlagewerk zur japanischen Küche, das wir euch hier vorstellen, könnte da Abhilfe schaffen.
Inhalt Diese Situation kennt wahrscheinlich jeder, der schon mal in einem Asiamarkt oder asiatischem Lebensmittelgeschäft einkaufen war: Man zieht ein interessant aussehendes Produkt aus dem Regal und fragt sich staunend, was ist das wohl? Kann man das essen? Und wenn ja- Wie?
Genau dieses Problems nimmt sich das Buch „Die japanische Küche“ von Kimiko Barber an.

Zu Beginn des Buches gibt es eine ausführliche und anschauliche Einleitung über die wichtigsten Bestandteile und Nahrungsmittel der japanischen Küche, ihre Geschichte sowie ihren Einfluss durch und auf die japanische Kultur.
Im Hauptteil finden sich, nach Kategorien wie „Nudeln“, „Pilze“ oder „Saucen – Würzmittel“ geordnet, die wichtigsten Grundzutaten der japanischen Küche erläutert.
Zu jedem Nahrungsmittel stehen vorweg ein paar einleitende Worte. Es folgt eine Einweisung in Aussehen und Geschmack, Einkauf und Lagerung, Verwendung in der Küche sowie Nährwert und Gesundheit. Je nach Zutat werden diese Erläuterungen zum Beispiel noch durch Informationen zum Herstellungsprozess oder geschichtlichem Hintergrund ergänzt. Alle Ausführungen sind ausführlich und sehr informativ, dabei jedoch nicht trocken, da die Autorin häufig auch amüsante Anekdoten oder persönliche Erfahrungen im Zusammenhang mit dem beschriebenen Lebensmittel schildert.
Zur besseren Anschaulichkeit gibt es zu jeder Zutat große, farbige Fotos, die neben dem Nahrungsmittel in seiner Naturform auch Land und Leute (z.B. bei der Ernte, beim Essen oder Einkaufen) abbilden. Zudem sind zu jedem erklärten Begriff neben der lateinischen Schreibweise des japanischen Namens auch die Schriftzeichen angegeben, was sich besonders für Japanreisende als sehr praktisch erweisen könnte.
An die Erklärungen der einzelnen Lebensmittel schließen sich stets Rezepte an, für die diese als Hauptzutat fungieren. Dabei handelt es sich zumeist um Gerichte mit eher niedrigem Schwierigkeitsgrad, die auch Anfänger gut umsetzen können. Dies spiegelt sich ebenso in der Kürze der Anleitungen, die trotzdem gut nachvollziehbar und einfach umzusetzen sind, wider. Auch den Rezepten gehen oft noch einige einleitende Worte voran, in denen beispielsweise auf die Besonderheiten des entsprechenden Gerichts oder seine Esskultur hingewiesen wird. Es gibt immer mindestens ein Foto, welches das fertige Gericht zeigt.
Am Ende des Buches findet sich schließlich ein alphabetisches Register, in dem sich alle Zutaten direkt finden lassen.
Die japanische Küche: Mit wichtigen Originalzutaten und über 200 Rezepten
 
Autor:Kimiko Barber
Seiten:240
Verlag:Sonstige
Erschienen:08.10.2010
ISBN:9783775004770
Preis:29,90 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Kochbuch, Japan
Originaltitel:The Japanese Kitchen
Originalverlag:Kyle Cathie Ltd.
Erstveröffentlichung:2004

Fazit "Die japanische Küche" von Kimiko Barber ist ein tolles Nachschlagewerk für alle, die sich für die japanische Esskultur interessieren! Schön ist auch, dass die vielen Informationen immer wieder durch Witz und persönliche Erfahrungen der Autorin aufgelockert werden, was das Lesen sehr unterhaltsam macht. Dieses Kochbuch vermittelt nicht nur Fakten über japanische Lebensmittel und ihre Zubereitung, sondern gibt auch einen interessanten Einblick in die Kultur und Geschichte des Landes.
Positiv fällt der angenehme Schreibstil der Autorin auf, die es schafft, selbst lange Erklärungen in kurze, leicht verständliche Sätze zu fassen ohne dass der Text sich wie eine reine Aufzählung liest.
Na dann, die Kochlöffel geschwungen und losgelegt!
Autor: /  Kaychi
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Datum d. Artikels: 24.03.2012
Bildcopyright: Kimiko Barber, Martin Brigdale, Haedecke Walter Verlag


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