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Fukushima - Der Westen und die Kultur Japans
 

Über das Reaktorunglück in Fukushima im Frühjahr 2011 wurde viel geredet, viel spekuliert, viel befürchtet. Der Westen sah den bevorstehenden Weltuntergang schon auf sich zukommen und war sich für keine Übertreibung – oder gar Manipulation – zu schade. Die Realität jedoch sah zum Teil deutlich anders aus, als wir sie im deutschen Fernsehen und Zeitungen präsentiert bekamen.
Inhalt Die Nachricht von der Erdbebenkatastrophe in Japan am 11. März 2011 und die damit in Verbindung stehenden Störfälle in den Kernkraftwerken von Fukushima gingen um die ganze Welt. Bilder explodierender Reaktorhüllen waren in jeder Nachrichtensendung zu sehen und das Wort „Kernschmelze“ schon bald in aller Munde. Die westliche Welt geriet binnen kürzester Zeit in Panik und verstand nicht, warum Japan es ihnen nicht gleich tat. Genau hier setzt das Buch von Sascha W. Felix an. Gut zwei Wochen nach der Erdbebenkatastrophe reiste er, ursprünglich zur Durchführung kulturwissenschaftlicher Studien, nach Japan. Vor Ort erfuhr er den Umgang der Bevölkerung sowie der Medien mit dem Thema „Reaktorunglück“ aus nächster Nähe, wovon ein Teil des Buches handelt. Dabei wird auch immer wieder zur Sprache gebracht, wie unterschiedlich die Berichterstattungen der japanischen im Vergleich zu den westlichen Medien zu diesem Thema sind, was durch diverse Beispiele veranschaulicht wird. Und um diese unterschiedliche Umgehensweise auch einem Laien begreiflich zu machen, holt Felix noch weiter aus und beleuchtet die kulturellen Hintergründe Japans, die sich oft wiederum auf historische Ereignisse sowie geografische Lagen stützen.

Allerdings handelt das Buch nicht ausschließlich nur von dem Unglück in Fukushima. Der Untertitel „Der Westen und die Kultur Japans“ ist kein Lückenfüller, sondern eine Ankündigung von vielerlei Erklärungen, warum die Japaner so sind wie sie sind und warum ein westlich lebender Mensch oft ganz anders handelt. Das fängt im gesellschaftlichen Alltag an, geht über das Privatleben und selbst der Sprache Japans ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Dabei bemüht sich Felix stets, mit gängigen Vorurteilen aufzuräumen und dennoch leicht zugänglich zu erklären, ohne auf sogenanntes „Fach-Chinesisch“ zurück zu greifen.
Fukushima: Der Westen und die Kultur Japans
 
Autor:Sascha W. Felix
Seiten:187
Verlag:Lit Verlag
Erschienen:27.03.2012
ISBN:9783643116420
Preis:19,90 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Japan

Fazit Prof. Dr. Sascha W. Felix konnte sich bereits in seiner Kindheit für Japan faszinieren und bereiste das Land als Erwachsener unzählige Male. Er befasste sich an mehreren Universitäten und Forschungsinstituten Japans mit den kulturellen Unterschieden zwischen der westlichen und der östlichen Welt und bekam für sein Wirken als Präsident der Deutsch-Japanischen Gesellschaft in Passau den Orden der aufgehenden Sonne verliehen. Die Buchveröffentlichung von „Fukushima“ erlebte Felix leider nicht mehr, da er am 4. Januar 2012 verstarb. Am Nachmittag des Vortages hatte er noch die letzten Korrekturen am Manuskript vorgenommen. Seine Ehefrau Dagmar Felix hat sein Werk in seinem Sinne vollendet.
Autor:
Lektor: Regina Liebersbach /  Chimi-mimi
Datum d. Artikels: 11.07.2012
Bildcopyright: LIT Verlag


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