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Nicolas Chauvat hat uns zum Erscheinen seines Ratgebers "Genki: Die 10 goldene Regeln aus Japan" Rede und Antwort gestanden. Erfahrt in unserem Interview, warum er sich entschieden hat, dieses Buch zu schreiben und woher seine Leidenschaft für das Land der aufgehenden Sonne rührt!

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Tattoo in Japan: Traditional and Modern Styles
 

Charakteristische und ästhetische Meisterwerke zeichnen die Tattoowelt Japans aus. Der Bildband »Traditional and Modern Styles: Tattoo in Japan« ist ein Abbild der zeitgenössischen Tätowierkunst und enthüllt nicht nur zahlreiche, außergewöhnliche Tattoos, sondern birgt einen umfassenden Einblick in die traditionsreiche japanische Szene.
Inhalt Die japanische Bühne für Tattoos ist facettenreich. Trotz ihrer Jahrhunderte alten Tradition ist der westliche Einfluss deutlich spürbar wie die Autorin Manami Okazaki und die Fotografen Geoff Johnson, Martin Hladik, John Harte und Tommy Oshima auf ihren »Streifzügen« durch Japans Tattowelt erfahren konnten. Eine Mischung aus Street-Shops, Tebori-Künstlern und der westlich geprägten Mainstream-Szene ist das Gesicht der heutigen japanischen Tattoolandschaft.

Durch dieses vielseitige Spektrum sind die gestochenen Motive verschiedenen Konzepten, Attributen, Kulturen wie Subkulturen zuzuordnen. Beliebte »Bildkanon« sind Pflanzen wie Kirschblüten, Blumen wie die Pfingstrose, Insekten wie Schmetterlinge und kulturgeprägte Bilder wie Kabuki, »eine Form des klassischen Theaters«. Ferner werden des Öfteren Fabelwesen wie Drachen, Tiere wie Karpfen oder buddhistische Motive wie sogenannte Tennyo (paradiesische Jungfrauen) gestochen.

Gegenwärtig legt man größeren Wert auf die Ästhetik des Tattoos anstatt auf den inhaltlichen Wert wie Bedeutung. Nach der japanischen und traditionsgeprägten Ästhetik Bigaku sind »Subtilität, Harmonie und Eleganz« von maßgeblichen Stellenwert. Vorrangig wurden diese über Jahrhunderte hinweg von Tebori-Künstlern realisiert, den Altmeistern japanischer Tätowierkunst. Im Bildband werden diese sowie ihre Handwerksweise näher in Detail wie Bild betrachtet.

Klassifiziert und abgebildet wurde die Vielfalt der gestochenen Tattoos für diesen Bildband letztlich nach Regionen: Kanto, Chubu, Kyoto und Osaka. Zu jedem der Gebiete erhält man nähere Einblicke in die Szene vor Ort, Tattookünstler wie Studios. Die abgedruckten Bilder sind eine Komposition aus Tattooportraits, Detail-, Gruppen- wie Ganzkörperaufnahmen. Der Charme und Charakter der Person spiegelt sich dabei in den Fotografien wieder: Eine zierliche, junge Frau schenkte in voller Farbpracht einem pinken Koikarpfen wie dessen Blumen- und Insektenverzierungen ihren Rücken. Mehrere Männer hingegen zeigen ihre schwarz-weißen oder farbigen Irezumi: Tattoos, die den ganzen Körper einkleiden.

Die Auswahl der über 250 professionellen Fotografien zeigt einen Querschnitt der japanischen Tattoowelt und legt hohen Wert auf Ästhetik. Die dazugehörigen Hintergrundinformationen zu den einzelnen Künstlern, Handwerkstechniken, geschichtlichen Hintergründen, Motiven, Szenen, Traditionen und weiteren relevanten Themen sind tiefgründig wie informativ erläutert. Folglich ist der Bildband in jeglicher Hinsicht eine klare Empfehlung für Freunde von Tattoos und Ästhetik.
Tattoo in Japan: Traditional and Modern Styles
 
Autor:Manami Okazaki
Seiten:336
Verlag:Edition Reuss
Erschienen:01.04.2008
ISBN:9783934020641
Preis:98,00 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Japan, Kunst, Bildband

Fazit »Tattoo in Japan: Traditional and Modern Styles« ist zweisprachig: englisch wie deutsch. Das Sachbuch gehört zu einer Reihe von Bildbänden des Verlags Edition Reuss, die sich mit Tattoos befassen. Weitere Veröffentlichungen lauten »Chinese Tattoo Art«, »Black & Grey Tattoo«, »Kalinga Tattoo« und »Black Tattoo Art«.

Die Autorin Manami Okazaki wurde mit 19 Jahren durch einen der bekanntesten und renommiertesten Tebori-Künstler tätowiert: Horitoku. Mehrere Buchseiten sind diesem Meister gewidmet, der bereits seit über 35 Jahren aktiv ist.
Autor: / Vereinsmitglied - Animexx Economy Rouja
Lektor: Regina Liebersbach /  Chimi-mimi
Datum d. Artikels: 15.07.2012
Bildcopyright: Edition Reuss


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