Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Nicolas Chauvat hat uns zum Erscheinen seines Ratgebers "Genki: Die 10 goldene Regeln aus Japan" Rede und Antwort gestanden. Erfahrt in unserem Interview, warum er sich entschieden hat, dieses Buch zu schreiben und woher seine Leidenschaft für das Land der aufgehenden Sonne rührt!

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Japanische Pop-Kultur im Westen - Anhand der Geschichte der Anime
 

Japan, welches in den 40er Jahren durch amerikanische Einflüsse geprägt wurde, trägt seine eigene Kultur langsam in die Welt hinaus. Aber wie wurde Japan eigentlich zur Anime-Nation? Und wie kamen Anime und Manga schließlich in den Westen?
Über die Pioniere dieses Mediums und wie sie sich durchsetzten, lest ihr in diesem Buch.
Inhalt Tanja Kekuli hat das Buch in fünf Teile gegliedert, die sich in Einleitung, Übersetzung, inhaltlicher Kommentar, Abschlusskommentar und Sprachlicher Kommentar erschließen.
Das Buch selbst kann in drei inhaltliche Abschnitte eingeteilt werden. Eine technische Einführung, die Einführung der wichtigsten Persönlichkeiten und die Entwicklung des Anime.
In ihrem Werk geht Tanja Kekuli auf viele Persönlichkeiten ein, die dem ein oder anderen Anime-Interessierten bestimmt ein Begriff sind. Allem voraus beginnt sie mit den drei Pionieren Shimokawa Hekoten, Kôuchi Jun’ichi und Kitayama Seitarô. Shimokawa produzierte den ersten Animationsfilm „Mukuzo Imokawa“. Kôuchi zog kurz darauf mit „Hanahekonai’s New Sword“ nach, während Kitayama das erste Animationsstudio gründete. So zeigt sie, wie die ersten Animes mit und ohne Mangavorlage vor dem Zweiten Weltkrieg entstanden sind, sich während des Krieges weiter entwickelten und wie sie sich danach aufbauten.

Auch die Rolle Disneys sowie die Gründung der Firmen Toei-Animation oder Mushi-Productions und natürlich auch das bekannte Studio Ghibli werden in diesem Buch behandelt. Obwohl Disney mit seiner Produktion schon fünf Jahre vor den Anime-Pionieren begann (1922).
Schön zu sehen ist auch, wann ältere bekannte Animes entstanden und wie sie früher bei den Zuschauern ankamen, während sie heute im Westen Kult sind. Wir sprechen von Animes wie „Heidi“, „Kimba, der weiße Löwe“ und schließlich, zum späteren Zeitpunkt, „Neon Genesis Evangelion“.

An Beispielen bekannter Serien wird auf die verschiedenen Genres eingegangen, in die sich Anime sowie Manga teilen. Ein Vertreter wie „Gundam", das sich dem Thema „Mecha“ zuordnen lässt, geht als klare Zielgruppe für Jungen hervor, während „Sailor Moon“, mit dem Thema „Shôjo“, die Zielgruppe für Mädchen unterhält.
Natürlich sind auch die Auswirkungen auf den Westen nicht zu vergessen. Immerhin sind laut JETRO (Japanese External Trade Organization) 60% der Zeichentrickfilme weltweit japanischen Ursprungs. Aber auch Hollywood bekommt seinen Platz in diesem Buch. Und auch unsere Fernsehsender Tele5, ZDF und RTL2 finden in einem Kapitel Erwähnung. Selbst von Anime und Manga abgesehen, breitet sich die Schar der Japan-Fans im Westen zunehmend aus. Unterstützt durch Kaufhausabteilungen mit „Hello Kitty“-Artikeln und dem Angebot von japanischen Lebensmitteln in Supermärkten. Japan ist einfach überall im Westen zu finden.
Japanische Pop-Kultur im Westen: Anhand der Geschichte der Anime
 
Autor:Tanja Kekuli
Seiten:116
Verlag:VDM – Verlag Dr. Müller
Erschienen:01.04.2008
ISBN:9783639006384
Preis:49,00 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Geschichte, Japan
Ursprungsland:Deutschland
Originaltitel:Japanische Pop-Kultur im Westen: Anhand der Geschichte der Anime
Erstveröffentlichung:2008

Fazit Tanja Kekuli wurde 1980 in Düsseldorf geboren und studierte an der Friedrich-Wilhelms-Universität Japanisch und Englisch. Sie übersetzte das Buch von Yamaguchi Yasuo, der bereits im Alter von 23 Jahren in die Toei-Corporation eintrat. Nach seinem Rücktritt von Toei ist er heute Mitglied der AJA (The Association of Japanese Animation). Dieses Buch von Yamaguchi wurde bereits auf Koreanisch übersetzt, während eine chinesische Übersetzung gerade in Arbeit ist. Eine Vermarktung in Amerika ist in Planung. Ein gewisses Vorwissen, was Japan und dessen Anime-/Mangakultur angeht, sollte vorhanden sein, sonst könnte der Leser schnell den Überblick verlieren.
Autor: /  Subaru
Lektor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 13.10.2012
Bildcopyright: VDM – Verlag Dr. Müller


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