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Darum nerven Japaner
 

Immer ein Lächeln auf den Lippen, tausende Entschuldigungen und verschiedene Bedeutungen des Verbeugens – und mitten drin die kriminelle Herrschaft der Yakuza.
Die spinnen, die Japaner!

Inhalt

Was denkt der Japan-Fan, wenn er an sein Lieblingsland denkt? Wohl etwas in die Richtung: sexy Schuluniformen, immer einen Fotoapparat dabei und zudem auch noch unendlich höflich. Was man aber tatsächlich bei einer Reise nach Japan erlebt, schildert das Buch „Darum nerven Japaner“ von Christoph Neumann.


Der Autor lebt zum Erscheinen des Buches bereits seit sechs Jahren in Japan und räumt darin auf mit den teils geschönten, teils übertriebenen Stereotypen.
Die Dokumentation des japanischen Alltags fängt bei der Ankunft in Japan an: auf dem Flughafen. Dort wird dem, der Englisch- sowie Japanischkenntnisse besitzt schnell klar, dass Ausländer hier eine Sonderbehandlung genießen. Denn während das japanische Ankunftsschild übersetzt „Nach der langen Reise sind Sie bestimmt Müde. Willkommen in Japan“ sagt, wird dem gemeinen Ausländer „Willkommen in Japan. Bitte beachten Sie die Regeln“ vor die Nase gesetzt. Was aber diese Regeln sind, das wird einem erst nach einem längeren Aufenthalt klar.


Andere Inhalte des Buches, die einem diese Regeln ebenso vermitteln, sind der Höflichkeitswahn, das japanische Essen, das Schulsystem und die Yakuza, die in Japan nicht als Verbrecher angesehen werden.


Eine der Höflichkeitsregeln ist das permanente Schuhwechseln. Die Wohnung wird nicht mit Straßenschuhen betreten – selbst Sanitäter ziehen sich die Schuhe aus, auch bei einem Notfall. Alle mit Reisstrohmatten ausgelegten Zimmer werden nur in Strümpfen betreten und für die Toilette gibt es eigene Schuhe.
Auch bei Verbeugungen gibt es einen Kodex, eine 90° Verbeugung bedeutet eine tiefe Entschuldigung.


Viele Schüler Deutschlands beneiden Japaner wahrscheinlich um ihr Schulsystem: sie dürfen nämlich einfach im Unterricht einschlafen! Doch Neumann beleuchtet auch die andere Seite der Schule, denn nach der Schule ist vor der Schule. Was nichts anderes bedeutet, als dass der Schulalltag erst spät nachmittags zu Ende geht, aufgrund der sogenannten Paukschulen.


Auch sind Japaner gut darin, ihre Augen vor Kriminalität zu verschließen. Die Yakuza, Japans Mafiosi, werden nicht etwa als Kriminelle angesehen, auch werden ihre Verbrechen nicht geahndet. Jedoch empfinden Japaner ihr Land als das sicherste überhaupt und ignorieren die Yakuza solange, bis sie direkt mit ihnen in Berührung kommen – frei nach dem Motto: „Die Yakuza tun Böses, aber nicht mir“.


Diese und andere Kuriositäten werden in „Darum nerven Japaner“ thematisiert.

Darum nerven Japaner (Taschenbuch)
 
Autor:Christoph Neumann
Seiten:169
Verlag:Piper Verlag
Erschienen:01.04.2002
ISBN:9783492245081
Preis:8,95 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Japan
Ursprungsland:Deutschland
Originaltitel:Darum nerven Japaner – der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags
Originalverlag:Piper Verlag
Erstveröffentlichung:2006

Fazit

„Darum nerven Japaner“ stellt in subtiler, ironischer Art und Weise das Wesen der Japaner dar. Es ist nicht nur ein Buch über Japaner, sonder viel mehr ein Buch über ihre Lebensphilosophie. Lustige Passagen wechseln sich mit ernsteren ab. Dieses Buch ist passend für Japaninteressierte und Otakus, die gerne mehr über das „Land der aufgehenden Sonne“ erfahren möchten.
Christoph Naumann, seit 1995 in Japan, war knapp vier Jahre lang Gast in der Talkshow „Die spinnen, die Japaner“ und sein Buch wurde auch in Japan ein großer Erfolg.

Autor: /  MimiTachikawa
Lektor: Laura Schubert /  lour
Datum d. Artikels: 03.03.2010
Bildcopyright: Serie Piper, Christoph Neumann


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