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Okinawa Sai-Jutsu
 

Kampfkünste und Kampfsportarten sind zwei sehr interessante Dinge. Doch wer sich ein wenig mit Kampfkunst beschäftigt hat, weiß, dass man nicht den Fehler machen darf, beides in einen Topf zu werfen. Jamal Measara schreibt in seinem Buch über das traditionelle Okinawa Sai-jutsu.
Inhalt Der Malaysier Sensei Jamal Measara ist eine führende Autorität, was die okinawanischen Kampfkünste, Okinawa ist die südlichste Präfektur Japans, angeht. Seit 1980 lebt er in Deutschland, verbreitet sein Wissen aber in zahlreichen, unterschiedlichen Ländern.
„Okinawa Sai-Jutsu“ ist bereits sein viertes Buch und soll einen Überblick über die Kampfkunst „Sai-Jutsu“ geben, bei welcher der Sai im Mittelpunkt steht, eine von der Bauart dem Schwert ähnliche, aber sehr dünne, spitze und kurze Waffe.
Das Buch ist auf Deutsch und Englisch. Mit über 250 Fotografien auf den 155 Seiten, von denen sechs den Glossar bilden, handelt es sich um eine eher kurzweilige Lektüre – allerdings kann man sich auch sehr ausgiebig und lange mit dem Thema beschäftigen.
Es beginnt mit einer Widmung an den verstorbenen Bruder und einer Vorbemerkung des Autors. S. Rajagopal Naidu, Lehrmeister der alten indischen Kampfkunst Varma Kalai und guter Freund des Autors. Es folgt ein Vorwort von Bill Hayes, einem alten Schüler des Okinawa Shobayashi-ryū Karate-dō.
Das war es jedoch noch nicht mit Randinformationen, denn auch ein autobiographischer Abriss über Jamal Measara darf nicht fehlen, ebenso wenig wie die Randnotiz über die Kampfkünste im Allgemeinen – eine gute Einleitung für Neulinge.
Zu Beginn des Buches wird der Sai und seine Anatomie im Detail vorgestellt.
Der nächste Kernpunkt sind die „Tachi gata“ (dt. „Stellungen“), von denen elf Stück in Bildern behandelt werden.
Die „Mochi“ (dt. „Griffe“) werden in der Folge erklärt. Hier gibt es nicht nur Bilder von einzelnen Griffen, sondern auch von ersten Bewegungsabläufen zu sehen.
Der nächste Teil ist der erste, der sich sehr lang über insgesamt 43 Seiten erstreckt, welche primär mit Bildern bestückt sind. Es geht um die „Kihon“, die Grundlagen in jeder Kampfkunst. In gleicher Manier wird mit den „Kata“ fortgefahren, komplizierteren Kombinationen aus Bewegungsabläufen, die nach den Kihon erlernt werden. Das erstreckt sich über 41 Seiten.
Als Abschluss gibt Sensei Jamal Measara noch einmal einen Überblick darüber, was er von seinen Schülern erwartet, was sicher eine hilfreiche, allgemeine Richtlinie für Trainierende ist. Im Nachwort gibt er sogar eine Telefonnummer und eine Kontaktadresse mit dem Hinweis an, dass man ihn bei Fragen gerne kontaktieren könne.
Okinawa Sai-jutsu
 
Autor:Jamal Measara
Seiten:160
Verlag:Palisander
Erschienen:01.12.2012
ISBN:9783938305331
Preis:18,90 €
Bestellen: Bei Amazon...
 
Genre:Japan, Bildband
Ursprungsland:Deutschland
Originaltitel:Okinawa Sai-jutsu
Originalverlag:Palisander
Erstveröffentlichung:2012

Fazit Das Buch ist eine sehr knappe, dennoch aber informationsreiche Lektüre. Für den unbedarften Leser ist es interessant, etwas Theorie über eine in Deutschland eher unbekannte Kampfkunst zu erfahren und für Trainierende dieser Kunst ist es sicher ein hilfreiches Leitbuch, mit dem Übungen wiederholt und die Trainings nachbereitet werden können.
Was das Buch aber sicher nicht ist, ist eine Sai-Jutsu-Anleitung für Leute, die noch nie in einem Dōjō waren. Dazu ist das Buch weder geeignet noch war es für diesen Zweck geplant.
Autor: /  toastbrot95
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Teresa Schießl /  toastbrot95
Datum d. Artikels: 08.08.2014
Bildcopyright: Jamal Measara, Palisander


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