Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Tokyo Dome

 
(jap. 東京ドーム, Tōkyō Dōmu)

Das Gelände des riesigen Baseballstadion im Herzen Tokyos, auch genannt „Big Egg“, hat neben Sport noch vieles mehr zu bieten! Auch Manga-/Anime- und J- Musicfans kommen hier auf ihre Kosten!

Geschichte
Der Tokyo Dome liegt im belebten Tokyo-er Stadtteil Bunkyo-ku und ist das größte überdachte Baseballstadion der Welt.

Der Dome wurde am 18. März 1998 eröffnet und dient seitdem als Heimstadion der Yomiuri Giants, der ältesten und erfolgreichsten Baseballmannschaft Japans. Er wurde auf dem Grund ihres alten Heimstadions, dem Korakuen-Stadion, gebaut und bietet bis zu 55.000 Zuschauern Platz.
Bis 2004 fanden im Tokyo Dome auch die Heimspiele der Nippon Ham Fighters statt. Diese spielen nun allerdings in Sapporo auf Hokkaido.
Der 56 Meter hohe Tokyo Dome diente allerdings von Anfang an nicht nur als Austragungsort von Baseballspielen und Sportevents, sondern wurde auch als Location für Kulturveranstaltungen, wie Konzerte und Ausstellungen, angelegt.
Betrieben wird der Tokyo Dome von der gleichnamigen Aktiengesellschaft.

Tokyo Dome City
Das Tokyo Dome City bezeichnet den ganzen Entertainment-Komplex rund um das Stadion.
Dazu gehören Hotel, Thermalbad, Bowling Center, Theater, Freizeitpark und diverse Restaurants und Geschäfte.

Das Stadion
In dem Stadion finden regelmäßig sowohl sportliche als auch kulturelle Großereignisse statt.
So beherbergte das Stadion beispielsweise 1990 die Boxweltmeisterschaft im Schwergewicht und im Jahr 2000 als erster, nicht- amerikanischer Staat das Eröffnungsspiel der Major League Baseball. Zudem werden dort jedes Jahr rund 60 Baseballspiele ausgetragen.
Für alle Sportfans hält der Tokyo Dome auch ein Museum, die japanische Baseball Hall of Fame sowie einen Fanshop bereit.
Die erste Band, die im Tokyo Dome ein Konzert gab, war die J-Pop Gruppe The Alfee zusammen mit Künstlern aus anderen Ländern. Seitdem haben viele japanische Größen wie Gackt, Perfume oder X Japan sowie internationale Stars, darunter Michael Jackson, U2 und Madonna hier ihren Auftritt gehabt.
Aber auch anderen Events bietet das Stadion jährlich Raum, zum Beispiel der Hero Action Show, dem TOKYO International Great Quilt Festival oder dem Tableware Festival.





Das Tokyo Dome Hotel
Eine Nacht im Tokyo Dome Hotel werden sich die wenigsten leisten können, aber eine Fahrt im gläsernen Außenaufzug in die 43. Etage lohnt auf jeden Fall. Von oben hat man einen tollen Blick über das Gelände und den Stadtteil!

Das Thermalbad
Seit 2004 gehört ein Thermalbad, das LaQua, zur Tokyo Dome City. Dabei handelt es sich um ein typisch japanisches Bad, indem man zwar nicht Schwimmen, dafür aber im warmen Thermalwasser entspannen kann.

Der Freizeitpark
Der Freizeitpark in Tokyo Dome City ist wirklich etwas ganz Besonderes. Mitten in der Stadt und auf engstem Raum finden sich hier neben den klassischen Fahrgeschäften wie Wildwasserbahn, Riesenrad und Karussell auch einige eher ungewöhnliche Attraktionen.

Ein Muss für alle Anime-Fans: Das Lupin III: Labyrinth Trap. Wer wollte nicht schon einmal in die Fußstapfen des berühmten Meisterdiebs treten? Hier hat man die Möglichkeit dazu! Labyrinth Trap ist eine Mischung aus Spiegelkabinett, Labyrinth und Schatzjagd. Zwar sind Japanischkenntnisse hier hilfreich, es geht aber auch ohne. Jeder Spieler bekommt eine Art elektronische Karte, mit der er seinen Aufenthaltsort im Labyrinth bestimmen kann und die anzeigt, wo der nächste Schatz zu finden ist. Diesen (bzw. dessen täuschend echt wirkende 3D- Projektion) kann er mit der Karte quasi absorbieren. Vorausgesetzt man findet ihn. Allerdings muss man sich beeilen, da der Suche ein Zeit-Limit gesetzt ist. Schafft man es nicht rechtzeitig, alle drei gestohlenen Gegenstände zu finden, ist die Mission gescheitert.

Ein besonderer Geheimtipp ist der Tokyo Panic Cruise! Hier könnt ihr mit Hilfe einer 3D-Brille eine Tokyo-Führung der ganz besonderen Art erleben! In einer Art Gondel führt euch euer virtueller Guide (eine junge Frau mit Katzenohren im Animedesign) durch ein 3D-Tokyo, indem ihr plötzlich von fiesen Kampfrobotern angegriffen werdet.

Spaß macht auch das The Dive, wo ihr mit Laserpistolen böse Monster erlegen müsst, während ihr durch eine bunte Piratenwelt fahrt.

Den Adrenalinkick könnt ihr euch bei einer Fahrt mit dem Thunder Dolphin holen. Die Achterbahn bietet euch neben einer rasanten Fahrt (mit bis zu 130 km/h), auch durch ein Loch in der Mauer des LaQua-Gebäudes zu fahren(!) und einen tollen Ausblick über die Dächer von Tokyo zu genießen.

Ebenfalls für einiges Herzklopfen dürfte das Haunted House des Parks sorgen. Allerdings kann ich euch darüber nichts Genaues erzählen, da schon der Eingang so gruselig aussah, dass dieser Test ausfallen musste. Allen Fans des Nervenkitzels sei es aber ans Herz gelegt, denn im Gegensatz zu deutschen Geisterbahnen garantieren japanische Haunted Häuser wahre Horror Trips mit Herzinfaktrisiko!

Restaurants
Wen nach all der Action der Hunger plagt, dem bietet der Tokyo Dome viele verschiedene Restaurants, Cafés und Bars. Neben den klassischen Restaurantketten wie KFC oder Starbucks gibt es hier auch einige recht originelle Speisemöglichkeiten.
So lohnt sich ein Besuch in der Mumin-Bäckerei, wo ihr neben diversem Merchandise sehr süße Teigwaren bekommt.
Filmfans können im Babba Gump in die Fußstapfen von Forrest Gump treten (und sogar in seine Schuhe schlüpfen).

Shops
Natürlich ist rund um den Tokyo Dome auch für das perfekte Shoppingerlebnis gesorgt, vor allem haben internationale Marken hier eine Filiale.
Für Anime-/Mangafans ein Muss: der „Jump-Shop“ des bekannten japanischen Manga-Wochenmagazins „Weekly Shonen Jump“. Hier bekommt ihr alles rund um die dort erschienen Serien wie One Piece, Bleach oder Naruto.
Gleich gegenüber befindet sich ein Geschäft, bei dem Fans von Marken wie Hello Kitty oder Rilakkuma auf jeden Fall einen Blick riskieren sollten. Aber auch in Sachen Anime-Merchandise hat der Laden einiges zu bieten.
Außerdem gibt es noch einen eigenständigen Shop, der sich allein Lupin III widmet.
 
Der Tokyo Dome lohnt immer einen Besuch! Allerdings sind vor allem die Attraktionen des Freizeitparks alles andere als preiswert. Allein eine Fahrt mit der Achterbahn kostet 1000 Yen! Da empfiehlt es sich auf die angebotenen Tageskarten und Aktionspreise zu achten.
Tipp: Besonders lohnenswert ist der Besuch in der Weihnachtszeit. Dann erstrahlt das Gelände um das Stadion in einem märchenhaften Lichtermeer, sodass schon ein einfacher Spaziergang lockt.
Autor: Kay Kraus /  Kaychi
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Nathalie Schöps /  unbekannt
Datum d. Artikels: 03.07.2011
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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