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Tokyo Tower

 
Auch bekannt aus vielen Anime- und Mangaserien wie "Sailor Moon", "X 1999", "Digimon", "Card Captor Sakura" oder japanischen Monsterfilmen wie "Gozilla" und "King Kong", ist der Tokyo Tower eines der berühmtesten Wahrzeichen Tokyos. Hier erfahrt ihr mehr über seine Geschichte und Attraktionen.
Geschichte
Erbaut wurde der Tokyo Tower 1958 nach dem Vorbild des Pariser Eiffelturms (1889) im Tokioter Stadtteil Minato, als Symbol der wiedererstarkten Wirtschaftsmacht Japans nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Mit einer Höhe von 333 Metern ist er rund neun Meter höher als sein populäres Vorbild aus Frankreich. Zum Zeitpunkt seiner Fertigstellung war der 2, 8 Milliarden Yen (ca. 25 Mio. €) teure Tower damit der größte Fernsehturm weltweit und belegte Rang zwei auf der Liste der höchsten frei stehenden Gebäude. Dabei ist er mit einem Gesamtgewicht von nur ca. 4000 Tonnen deutlich leichter als das Pariser Wahrzeichen mit ca. 7000 Tonnen. Der zum Bau verwendete Stahl stammt größtenteils von ausgedienten US-amerikanischen Panzern, welche im Korea-Krieg genutzt wurden.
Sein orange-weiß gestreifter Anstrich ist den hohen Anforderungen der japanischen Flugsicherheitsvorschriften geschuldet.
Im Sommer wird der Tower von 176 Flutlichtern weiß angeleuchtet, im Winter erstrahlt er in orange. Zu besonderen Gegebenheiten wird er auch mal in anderen Farben beleuchtet, wie zur Premiere des „Matrix Reloaded“-Films in neongrün oder blau anlässlich des FIFA World Cups 2002.

Heute dient er als Sendestation für 14 analoge und 9 digitale TV- und Radiosender und natürlich als beliebte Touristenattraktion, die jährlich rund vier Millionen Besucher anzieht.

Plattformen
Der Tokyo Tower verfügt über zwei Besucherplattformen auf 150 Metern und 250 Metern Höhe, von denen man einen tollen Blick über die Stadt hat. Bei klarem Wetter kann man sogar den Mount Fuji sehen. Rundum verglast und natürlich mit - leider kostenpflichtigen - Fernrohren ausgestattet, ermöglicht er einen 360° Blick auf Tokyo und die Kanto-Ebene. Zur Orientierung werden die wichtigsten Gebäude, Städte und Berge auf Monitoren angezeigt. Schwindelfreie können hier zudem durch kleine verglaste Einsätze im Boden direkt nach unten zur Erde gucken.
Auf der ersten Etage der unteren Plattform befindet sich außerdem ein Café sowie der Club333, eine kleine Bühne auf der regelmäßig Live Musik gespielt wird. Auf der zweiten Etage befinden sich ein Souvenirshop und ein kleiner Shintoschrein.






Sonstige Attraktionen
Neben der Aussicht hat der Tokyo Tower auf seinen unteren Etagen auch noch allerhand andere Sehenswürdigkeiten zu bieten. Auf vier „Foot Town“ genannten Stockwerken findet man hier ein Aquarium mit ca. 50 000 Zierfischen - und damit das größte Aquarium dieser Art weltweit - sowie ein Wachsfigurenkabinett mit den Abbildern berühmter Persönlichkeiten, das Madam Tussauds aus London nachempfunden ist, von wo das Kabinett auch seine Figuren bezieht. Zudem gibt es ein Guinness World Records Museum mit über 300 Figuren in Lebensgröße und vielen sonstigen originalen Ausstellungsstücken und Fotos. Spannende Sinnestäuschungen kann man zudem im Hologramm-Museum Space Wax sowie im Trick Art Museum erleben. Außerdem beherbergt das Dach von „Foot Town" noch einen kleinen Freizeitpark und natürlich gibt es zahlreiche Souvenirshops und Restaurants.

Für viele Japaner gibt es jedoch noch einen ganz anderen Grund, weshalb sie den Tokyo Tower besuchen. Das Wahrzeichen gilt als perfekter Ort für ein romantisches Date oder um über den Dächern von Tokyo seine Liebe zu gestehen. Einem Volksglauben nach soll einem zudem, wenn man den Tokyo Tower in dem Moment ansieht, in dem er seine Beleuchtungsfarbe wechselt, ein Wunsch erfüllt werden oder die Beziehung, in der man sich gerade befindet, für immer halten.

Maskottchen
Seit dem 23.12.1998, dem 40. Geburtstag des Tokyo Towers, sind die offiziellen Maskottchen des Tokyo Towers zwei stark abstrahierte schweinchenrosa-farbene Zwillingstürme, die auf den Namen „Noppon Brüder“ hören und die dem stählernen Wahrzeichen ein menschlicheres Gesicht geben sollen. So kann man auf der offiziellen Homepage des Towers beispielsweise auch Charakter, Wünsche, Hobby und Lebensmotto der beiden Maskottchen erfahren.
So ist etwa der ältere Bruder, zu erkennen an seinem blauen Overall und einer Sonnenbrille, der stille und coole Charakter, der jüngere dagegen, im roten Overall, der fröhliche Lebhafte. Beide Brüder, deren besondere Fähigkeiten im Posieren für Fotos, Händeschütteln und beantworten von Fragen bestehen, wünschen sich nichts sehnlicher, als von allen Kindern gemocht und Superstars zu werden und viel Schokolade am Valentinstag zu bekommen.
Natürlich sind auch immer einige Maskottchen in Lebensgröße am Tower anzutreffen.

Zukunft und Alternativen
2012 bekommt der Tokyo Tower Konkurrenz. Da soll der „Sky Tree" im Bezirk Sumida eröffnet werden. Mit einer Höhe von 634 Metern wird der neue Fernsehturm in Sumida der zweitgrößte der Welt sein. Grund für den neuen Bau ist zum einen das zusätzliche Prestige, das sich die japanische Regierung von dem Projekt erhofft. Zum anderen, dass um den Tokyo Tower inzwischen so viele Wolkenkratzer gebaut wurden, dass er zu klein geworden ist, um Tokyo noch ausreichend mit Rundfunkwellen zu versorgen. Der Sky Tree, auch „zweiter Tokyo Tower“ genannt, soll ebenfalls mit Aussichtsplattformen ausgestatten werden und wird so nicht nur als Sender in Konkurrenz zu seinem kleineren Vorgänger treten.
2010 hat der Sky Tree dem Tokyo Tower bereits den Rang des höchsten Gebäudes der Stadt abgelaufen.

Noch andere Alternativen zum teuren Tokyo Tower bieten zudem das nahe gelegene Rathaus (243 Meter) oder der 2003 eröffnete Mori Tower (238 Meter). Im Rathaus ist die Fahrt nach oben sogar kostenlos.




Auch wenn der Tokyo Tower inzwischen nicht mehr den höchsten Ausblick über die Kanto-Ebene bietet, so besitzt er doch einen Kultstatus, den ihm so schnell keiner streitig machen kann.
Ein besonders guter Zeitpunkt für einen Besuch auf dem Tokyo Tower ist übrigens kurz vor Sonnenuntergang. So kann man die Aussicht noch bei Tageslicht genießen, bei gutem Wetter die Sonne hinter dem Fuji-san verschwinden sehen und schließlich den Ausblick über das Lichtermeer des nächtlichen Tokyo genießen.
Autor: Kay Kraus /  Kaychi
Lektor: Jennifer Brox
Grafiker: Nathalie Schöps /  unbekannt
Datum d. Artikels: 18.09.2011
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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