Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Fuji, der stille Koloss

 
Man sieht ihn im Landeanflug über Tokyo. Man meint, seine Umrisse durch den Smog der Stadt an einem besonders sonnigen Tag erkennen zu können. Einheimische erinnern sich an Zeiten, als er beinahe immer zu sehen gewesen war.
Der Fuji-San, mehr als nur ein Berg, ist für die Japaner Symbol und Heiligtum zugleich. Er gilt als ruhender Vulkan mit geringem Ausbruchsrisiko, der zuletzt 1707 Aschewolken ausspie, die das damalige Edo trafen. Der Fuji ist einer der drei heiligen japanischen Berge (三霊山 Sanreizan), neben Tate in der Toyama-Präfektur und Haku an der Grenze der Gifu-, Fukui- und Ishikawa-Präfektur.
Mit seinen 3776 Metern ist er zugleich der höchste Berg des Landes. Nicht zuletzt durch seinen außerordentlich symmetrischer Kegel ist er bereits Protagonist zahlloser Bilder gewesen und stellt eines der bekanntesten Symbole Japans dar.

Durch falsche Lesung der Kanjis (富士山), da 山 (Berg) allein yama, in Verbindung mit 富 (reich) und 士 (Krieger) jedoch san ausgesprochen wird, hat sich im deutschen auch der Name Fujiyama etabliert. Die korrekte Bezeichnung ist allerdings Fuji bzw. Fuji-san.
Der Ursprung seines Namens ist umstritten. Es existiert sogar die Theorie, dass die Kanjis des Fuji (reich und Krieger) nur gewählt wurden, um die passenden Silben für fuji zu erhalten, und nicht, weil der Berg einen reichen Krieger symbolisiert.
Nach einer anderen Theorie geht der Name auf die Ureinwohner Japans zurück. In der Sprache der Ainu bedeutet fuchi Feuer und noch heute wird er als Göttin des Herdfeuers „Kamui Fuchi“ verehrt.

In Japan gilt es für jeden Japaner als Muss, einmal im Leben den Fuji erklommen zu haben. Auch Touristen aus aller Welt stehen Schlange, um die Aussichtsplattformen des Berges zu erreichen. Von Anfang Juli bis Ende August ist es möglich, den Berg zu besteigen. Er ist in insgesamt in neun Sektionen unterteilt. Mit dem Bus oder Auto gelangt man bis zur 5. Station, daher beginnt für die meisten der Aufstieg erst dort. Es ist eine beliebte Variante, nachmittags aufzubrechen, um abends eine Hütte nahe des Gipfels zu erreichen, in der man übernachten kann, um am nächsten Morgen den Sonnenaufgang erleben zu können.

Es wird angenommen, dass der erste Aufstieg 633 durch einen anonymen Mönch erfolgte. Der erste Ausländer auf dem Gipfel des Fujis war Sir Rutherford Alcock im Jahr 1860, der etwa acht Stunden hinauf und anschließend drei Stunden wieder zurück brauchte.
 



Der Fuji ist ein stiller Koloss, der sich über die ihn umgebenden fünf Seen erhebt und die Menschen bereits seit Jahrhunderten fasziniert. Er ragt in den Himmel, ohne das idyllische Bild in irgendeiner Weise zu stören und es ist leicht, sich in seinem Anblick zu verlieren. Aus diesem Grund ist er auch noch heute wichtiger Symbolträger und japanisches Wahrzeichen.
Autor: Lisa-Marie Janßen
Lektor: Regina Liebersbach /  Chimi-mimi
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 11.03.2012
Bildcopyright: pixxp.com, picture4u.net


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