Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Die Izu-Halbinsel - Ein Traumziel für Kurzurlauber

 
Gelegen in der Präfektur Shizuoka bietet die Izu-Halbinsel (jap. 伊豆半島 , "izu-hantô") als Touristenhotspot für gestresste Tôkyôter die Möglichkeit, ein paar Tage dem Alltag zu entfliehen. Hier wird jedem etwas geboten, egal ob groß oder klein.
Die Izu-Halbinsel liegt in der Präfektur Shizuoka und erstreckt sich dort in einer Länge von ungefähr 60 Kilometern in den pazifischen Ozean.

In der Hafenstadt Shimoda setzten 1854 die "schwarzen Schiffe", gefertigt aus sehr dunklem, fast schwarzen Holz, unter der Führung von Kommodore Matthew Perry ihre Anker. Somit war Shimodas Hafen der erste, gefolgt von Hakodate, der später im Jahr 1854 für westliche Schiffe geöffnet wurde. Um an dieses Ereignis zu erinnern, findet sich seitdem am Hafen der Stadt eine Statue von Kommodore Perry.

Die südlich von Tôkyô liegende Halbinsel ist von dort aus binnen einer knappen Stunde mit dem Shinkansen zu erreichen und gilt entsprechend ihrer Nähe zur Millionenmetropole offiziell als der größte Touristenmagnet ganz Japans. Viele gestresste Großstädter machen sich an den freien Wochenenden mit ihren Familien auf den Weg zu einem Kurztrip nach Izu.







Da das Klima das ganze Jahr über sehr mild ist, lockt das Gebiet mit einer vielseitigen Flora. Diese ist auch der Grund dafür, weswegen fast die ganze Halbinsel Teil des Fuji-Hakone-Izu-Nationalparks ist. Dementsprechend gibt es dort ein weites Netz an Wanderrouten, die einen an verschiedenen Naturschönheiten vorbeiführen. So gibt es zum Beispiel einen Wanderweg, welcher einen auf den Spuren der Figuren aus Kawabata Yasunaris "Die Tänzerin von Izu" wandeln lässt. Man kommt hier an einigen Schauplätzen aus dem Roman vorbei, an denen lebensgroße Statuen der Hauptfiguren aufgestellt wurden. Zu diesen Orten zählen auch die "kawazu nanadaru" (jap. 河津七滝, die sieben Wasserfälle von Kawazu), welche sich aus verschiedenen Höhen in die Tiefe ergießen.

Zudem liegt die Izu-Halbinsel auf vulkanischem Gebiet, was bedeutet, dass sich dort sehr viele heiße Quellen (onsen) befinden. Alleine in der Stadt Ito, welche nicht ohne Grund "onsen-Stadt" genannt wird, sprudeln 780 Wasserquellen, die ungefähr 33.000 Liter heißes Wasser pro Minute zu Tage befördern. Der älteste Onsen des Gebiets befindet sich allerdings in der ziemlich im Süden gelegenen Stadt Shimoda. Diese 1300 Jahre alte Quelle trägt den Namen "rendaiji onsen" (jap. 蓮台寺温泉, der onsen des Rendaiji-Tempels).
Zu einem Hotspot für Wochenendtouristen gehören natürlich noch weitere Attraktionen. Zum Beispiel das niji no sato (jap. 虹の郷, Land des Regenbogens). Dieses "Regenbogendorf" liegt bei der Stadt Shuzenji, erstreckt sich über 500.000 m² und ist in verschiedene Themengebiete unterteilt; man findet dort unter anderem ein kanadisches Dorf, ein englisches Dorf oder auch einen Feengarten.





Als Ausflugsziel hat sich die Izu-Halbinsel einen Namen gemacht, weil sie jedem etwas bietet: Themenparks, Ausflugsmöglichkeiten in die Natur, Entspannungsmöglichkeiten in einem der zahlreichen Onsen oder geschichtliche Weiterbildung in einer der historisch wichtigsten Städte.
Somit bietet die Halbinsel die perfekte Möglichkeit eines Kurzurlaubs für einheimische Touristen. Ob die Insel für ausländische Besucher ebenfalls ein Muss ist, das kann jeder für sich selbst entscheiden.
Autor: Jennifer Kinkel /  Juka
Lektor: Kathia Krüss
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 25.11.2012
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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