Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Matsumoto - Hauptstadt des Wasabi und der Gitarren

 
Mitten in Japan liegt Matsumoto, eine Stadt mit atemberaubender Naturlandschaft, die als Ausflugsziel viele Wanderer begeistert. Auch findet sich hier die landesgrößte Wasabi-Farm sowie das Zuhause von Japans populärstem Gitarrenhersteller.
Matsumoto ist eine etwa 240.000 Einwohner starke Stadt in der Präfektur Nagano. Sie liegt mit 600 Metern über dem Meeresspiegel am Fuße der japanischen Alpen und ist daher für Wanderer, aber auch allgemein für Naturfreunde, ein beliebter Ausflugsort.
So hält das 1.500 Meter hoch gelegene Kamikochi-Tal für den Betrachter eine beeindruckend schöne Gebirgslandschaft bereit; nicht umsonst ist es auch gleichzeitig einer der signifikantesten Nationalparks des Landes. Wer sich von hier aus auf den Weg zum Hotaka-Berg macht, hat sogar die Chance auf wild lebende japanische Affen zu stoßen.
Auch nicht zu verachten ist die Utsukushigahara-Hochebene, welche sich auf einer Höhe von 2.000 Metern befindet. Von diesem Tafelland aus kann man, neben den Zentral- und Nordalpen, auch den Fuji sehen.







Eines der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt ist die Matsumoto-Burg: Ihre Anfänge gehen zurück bis in das Jahr 1504, als sie noch Fukashi-Burg genannt und vom Samurai-Klan der Ogasawara als Festung genutzt wurde. Erst in den 1590er Jahren wurde die Burg sprichwörtlich „in Form gebracht“ und weiter ausgebaut. Aufgrund ihrer schwarzen Verkleidung trägt sie noch heute den Spitznamen „Krähenburg“.

Ein weiteres, kulturell hoch angesehenes Bauwerk in Matsumoto ist die Kaichi-Schule. Sie wurde im Jahre 1873 in einer Mischung aus japanischem und westlichem Baustil errichtet und stellt zudem eine der ältesten Schulen Japans dar. Heute dient sie als Schulmuseum, in welchem rund 100.000 Lehrmaterialien aus der Meiji- und Heisei-Zeit ausgestellt sind.




Für Freunde des Ukiyo-e, der japanischen Farbholzschnitte, lohnt sich ein Besuch im Ukiyo-e-Museum. Hier sind zahlreiche Farbholzschnitte zu bewundern, welche über 200 Jahre lang gesammelt wurden und aus dem Besitz der Familie Sakai stammen. Unter den etwa 100.000 Exemplaren befinden sich auch Werke von Katsuhika Hokusai und Hiroshige Ando.
Und für noch eine andere Verwendung von Holz ist Matsumoto bekannt: Gitarren. Fujigen ist der größte Gitarrenhersteller Japans und wurde im Frühjahr 1960 in einem ehemaligen Kuhstall gegründet. Ursprünglich konzentrierte man sich auf die Anfertigung von Violinen, ging dann aber bald schon zu Gitarren über. Zu den bekanntesten Marken, die hier produziert werden, gehören Ibanez, Yamaha und Fender.




Was man auf keinen Fall auslassen sollte, wenn man über Matsumoto spricht, sind die riesigen Wasabi-Felder. Sie befinden sich an der Mündung des Tategawa- und des Yorozuigawa-Flusses, nahe der nördlichen Alpen und stellen mit einer Fläche von 15 Hektar Japans größte Wasabi-Farm dar. Besucher können vor Ort verschiedene Wasabi-Produkte kosten und kaufen.
Aufmacher: Denise Augustin
Autor: Kathia Krüss
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 26.06.2013
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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