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Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Okinawa - Das Tor zu Asien

 
Okinawa (jap. 沖縄県, Okinawa-ken) ist zwar eine der kleinsten Präfekturen Japans, hat dafür aber eine Menge zu bieten. Sie ist nicht nur eines der Lieblingsreiseziele der Japaner, sondern besitzt auch eine vielfältige Flora und Fauna sowie eine einzigartige Kultur.
Okinawa ist die südlichste Präfektur Japans und besteht aus unzähligen Inseln. Die Gesamtfläche beträgt 2276 m². Durch ihre Lage - sie befindet sich auf demselben Breitengrad wie beispielsweise Hawaii oder Florida - ist es das ganze Jahr über feucht und warm. Die Durchschnittstemperatur beträgt 22,4 Grad. Zudem liegt Okinawa in direkter Nähe zum chinesischen Festland, Korea und anderen südostasiatischen Ländern. Aufgrund dessen und dem regen kulturellen Austausch zwischen diesen Ländern in der Vergangenheit und dem Handel, welcher heute noch stattfindet, wird Okinawa auch als "Tor zu Asien" bezeichnet.



Bis 1879 war Okinawa als Präfektur noch unbekannt; zu dieser Zeit bildeten die Inseln das Ryûkyû-Königreich (jap. 琉球王国 Ryūkyū Ōkoku; Ryūkyū 琉球國 Ruuchuu-kuku), welches seit dem 15. Jahrhundert bestanden hat. Zuvor, im 14. Jahrhundert, gab es auf Okinawa viele kleine Fürstentümer, die dann zuerst zu drei Königreichen und schließlich zu einem zusammengefügt wurden. 1609 wurde das Ryûkyû-Königreich nach einer Invasion aus dem Satsuma-Gebiet (jap. 薩摩国, Satsuma no kuni, heute Präfektur Kagoshima) an dieses angegliedert. 1879 wurde das Ryûkyû-Königreich in Folge der Meiji-Restauration schließlich aufgelöst und die heutige Präfektur Okinawa entstand.
Im Zweiten Weltkrieg fand 1945 die Schlacht um Okinawa statt, an welcher zum größten Teil das US-Militär beteiligt war. Im Anschluss daran folgte eine 27-jährige Besetzung der Inseln, bis es schließlich am 15. Mai 1972 zur Rückgabe an Japan kam. Dennoch bestehen bis heute noch 20% der Hauptinsel aus Militärbasen. Die Städte um diese Basen herum wirken alle sehr amerikanisch und gar nicht so, wie die anderen Städte, die unter asiatischem Einfluss stehen. Beispielsweise findet sich dort Graffiti an den Wänden, es gibt sehr viele Niederlassungen bekannter Fast Food-Ketten und die Clubs tragen Namen US-amerikanischer Städte.



Aber Okinawa hat mehr zu bieten als nur Militärbasen und Graffiti. Nicht umsonst wird es auch das "Galapagos des Ostens" genannt. Es gibt dort eine einzigartige Flora und Fauna. Alleine auf der Insel Iriomote (jap. 西表島, -jima) oder dem "Yanbaru" (jap. やんばる) Wald auf der Hauptinsel gibt es 1250 verschiedene Pflanzenarten und eine Vielzahl an seltenen Tieren. Hinzu kommen die etlichen Korallenriffe, die die Inseln umgeben oder welche selbst eigene Insel gebildet haben. 200 Arten an Korallen und tropischen Fischen leben in den blauen Gewässern um die Inseln von Okinawa.


Zudem ist Okinawa dafür bekannt, dass dort die ältesten Menschen der Welt leben. Im Dorf Ogimi sind beispielsweise 450 von 3500 Menschen über 80 Jahre und ein gutes Dutzend von diesen bereits über 100. Die lange Lebenserwartung wird auf die dortige Landesküche zurückgeführt.
Natürlich gibt es auf Okinawa noch viel mehr zu sehen, so auch das alte Königsschloss bei der Stadt Naha. Das Shuri-jô (jap. 首里城) wurde zwar im Krieg zerstört, in den 80er Jahren aber wieder aufgebaut. Seit dem Jahr 2000 gilt es als UNESCO-Weltkulturerbe.
Okinawa ist nicht umsonst ein beliebtes Reiseziel der Japaner. Diese Präfektur hat viel zu bieten und vor allem eine einzigartige Kultur, die man sonst in Japan nicht findet. Diese ist auf den engen Kontakt mit anderen asiatischen Ländern, besonders mit China, zurückzuführen. Hinzu kommt die außergewöhnliche Flora und Fauna an Land und im Wasser.
Autor: Jennifer Kinkel /  Juka
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 01.07.2013
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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