Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Hakone - Erholung am Fuße des Fuji

 
Wer das stressige Leben in Tokyo satt hat, nimmt sich eine Auszeit in Hakone. Denn hier gibt es nicht nur diverse heiße Quellen und lebensverlängernde schwarze Eier, sondern vor allem viel Natur und die Möglichkeit, einfach mal abzuschalten.
In der Präfektur Kanagawa, genauer gesagt im Fuji-Hakone-Izu-Nationalpark, befindet sich die Kleinstadt Hakone. Hierhin zieht es Großstädter, die eine Auszeit vom stressigen Alltag benötigen sowie Touristen, die Japans Natur genießen wollen. Auch als Kurort wird Hakone geschätzt, da es, aufgrund seiner gebirgigen Lage im Vorland des Fuji, über eine beachtliche Anzahl von Onsen (heißen Quellen) und Wanderwegen verfügt.




Neben dem Fuji stellt der Ashi-See das wohl beliebteste Ausflugsziel für Hakone-Urlauber dar. Er entstand vor ungefähr 3000 Jahren nach dem letzten Ausbruch des Hakone-Berges in dessen Krater. Via Bootstour kann man den See in rund 30 Minuten überqueren.
Nahe des südöstlichen Ufers erhebt sich ein rotes „Torii“, ein Schreintor, aus dem Wasser, welchem am Land noch zwei weitere Torii folgen. Diese gehören zum Hakone-Schrein, der in einem dichten Wald verborgen liegt. Vom Torii im Ashi-See bis zum Schrein führt ein Weg, der im wäldlichen Bereich mit Laternen ausgestattet ist.
Einen zweiten Schrein, den Hakone Mototsumiya („Original-Schrein“), findet man auf dem Gipfel des Komagatake, einem der Bergspitzen vom Hakone-Berg.

Eine lokale Spezialität sind die „Kuro-tamago“, Eier mit einer schwarzen Schale. Die Farbe erhält die Schale durch den Kochvorgang in den heißen Quellen von Owakudani, welche schwefelhaltig sind. Der Verzehr der Eier soll die eigene Lebenszeit verlängern.
Owakudani befindet sich im Bergland und ist mit Hilfe einer Seilbahn sowie über Wanderwege erreichbar. Bei klarem Wetter hat man von hier aus eine gute Sicht auf den Fuji.




Neben den Booten und der Seilbahn gibt es noch eine weitere erwähnenswerte Art, innerhalb Hakones zu reisen: und zwar mit der Hakone Tozan-Eisenbahn, Japans ältester Bergbahn. Das Besondere an ihr ist, neben der historischen Bedeutung, die Gegend, durch welche sie fährt. Während die Strecke zwischen Odawara und Hakone-Yumoto eher unspektakulär ausfällt, bietet sich dem Fahrgast auf der Strecke zwischen Hakone-Yumoto und Gora in den Sommermonaten ein wahrer Augenschmaus. Denn zu dieser Zeit blühen die Hortensien (auf japanisch „ajisai“) und säumen großzügig die Eisenbahnschienen. Abends werden die Blumen sogar extra beleuchtet. Zwischen Mitte Juni und Mitte Juli finden hierfür Sonderfahrten statt.

Während der Edo-Zeit (1603 – 1868) fungierte der Tokaido (zu deutsch „östlicher Seeweg“) als einer der wichtigsten Handelsstraßen zwischen dem heutigen Tokyo und Kyoto. Hakone spielte dabei insofern eine Rolle, als dass der Hakone Checkpoint den Übergang der Kansai- zur Kanto-Region markierte. Von 2004 bis 2007 fand die Sanierung des Kontrollpunkts statt, der sich heute besichtigen lässt. Gleich nebenan findet sich das Hakone Sekisho Shiryokan, ein kleines Museum in Anlehnung an den alten Checkpoint.

Neben diesem gibt es in der Stadt noch das Open Air Museum, welches verschiedene Skulpturen auf dem geländeeigenen Grundstück in Harmonie zur umliegenden Landschaft ausstellt. Ebenfalls sehr harmonisch gelegen ist das POLA Museum von der Kosmetikfirma POLA Group, welches inmitten eines Buchenwaldes und zum Teil unterirdisch errichtet wurde. Besichtigen kann man hier Bilder, Skulpturen, Keramiken und Glaswaren von sowohl japanischen als auch europäischen Künstlern.
Apropos Glas: Das Hakone Glas no Mori ist eine Anlage bestehend aus Gebäuden, die im Italien-Stil erbaut worden sind und ein venezianisches Glas-Museum sowie mehrere themenbezogene Geschäfte beherbergen. Außerdem befindet sich auf dem Gelände ein großer Garten mit Teich und mehreren Glasskulpturen.
Ein weiteres Museum stellt das Hakone Museum of Art dar: Es wurde 1952 errichtet und bietet dem Besucher eine Ausstellung historischer japanischer Keramiken. Darüber hinaus befindet sich hier auch ein sehr attraktiver Moos-Garten und gleich nebenan ein Landschaftsgarten. Letzterer ist jedoch nur an Wochenenden, nationalen Feiertagen und während des gesamten Monats November geöffnet.




Ganz in der Nähe befindet sich der Gora-Park. Hierbei handelt es sich um einen Landschaftspark im französischem Stil mit einer Fontäne, einem Rosengarten, zwei botanischen Gartenhäusern und einer Kunsthandwerkstatt.
Und wer noch mehr Blumen sehen will, braucht sich nur zum Hakone Botanical Garden of Wetlands aufzumachen: In diesem 1976 gegründeten Park lassen sich bis zu 1.700 Arten heimischer Sumpf- und Gebirgspflanzen entdecken. Botanik-Freunde dürften hier also auf ihre Kosten kommen!
Autor: Kathia Krüss
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 18.11.2013
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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