Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Vom 6. bis 8. September fand im Kongress Palais Kassel die größte ehrenamtlich organisierte Convention im deutschsprachigen Raum statt: Die Connichi ist ein jährliches Highlight für alle Freunde japanischer Popkultur.

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Aktuell in Japan:
22.09. - 23.09.: Tagundnachtgleiche (o-higan) (landesweit) | 07.10. - 09.10.: Nagasaki – Okunchi Matsuri (regional) | 09.10. - 10.10.: Takayama – Hachiman Matsuri (regional) | 14.10. - 15.10.: Himeji – Fest der Kämpfer (kenka matsuri) (regional) | 17.10.: Nikko - Toshogu-Fest (regional)

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h.Naoto

 
h.Naoto hat nicht nur dazu beigetragen den Modetrend "Gothic Lolita" auch außerhalb Japans bekannter zu machen, sondern auch diesen durch Einflüsse anderer Stilrichtungen wie Punk oder Visual Kei weiterzuentwickeln.
Der Name des Labels "h.Naoto" ist auf dessen Gründer Naoto Hirooka zurückzuführen. Dieser studierte am Tôkyôter Bunka-Fashion-College und gründete schließlich im Jahr 2000 h.Naoto.

Was ist das Besondere an dieser Marke und wieso hat sie es geschafft auch außerhalb Japans bekannter zu werden?
Wer h.Naoto kennt, der weiß, dass es sich bei den Stücken dieses Labels um eine Mischung aus Gothic Lolita, Punk, Visual Kei und bis zu einem gewissen Grad auch Cosplay handelt. Dieser gelungene Mix macht die Kleidungsstücke in den meisten Fällen einzigartig und speziell. Hinzu kommt, dass h.Naoto nicht alleine steht. Seit 2002 gibt es eine Vielzahl an kleineren Sub-Labels, welche sich auf eine bestimmte Stilrichtung spezialisiert haben. So gibt es beispielsweise "h.ANARCHY" welches sich am Londoner Punk-Image orientiert oder "h.NAOTO Frill" mit Hauptaugenmerk auf Sweet Lolita. Das Label orientiert sich an verschiedenen Strömungen der japanischen Sub-Kultur und versucht diese in neuen Stücken zu verarbeiten und ihren Stil weiterzuentwickeln.



Dies wird auch dadurch begünstigt, dass h.Naoto als Teil von S-Inc nicht nur im Bereich Fashion aktiv ist, sondern beispielsweise auch in der Musik.
So ist es nicht verwunderlich, dass diese Marke auch schon viele bekanntere japanische Bands ausgestattet hat oder diese für sie werben ließ. Um ein paar Namen zu nennen: X Japan, Gackt oder Ayabie. Auch einige bekannte westliche Bands kamen schon mit h.Naoto in Kontakt, so trug unter anderem Amy Lee, Sängerin der Band Evanescence, bei der Grammy Verleihung 2004 ein Outfit des Lables.

Um den Bekanntheitsgrad weiter zu steigern besucht h.Naoto auch jedes Jahr zum einen die Japan Expo in Frankreich und zum anderen die Anime Expo in den USA. Des weiteren wurde der erste Shop außerhalb Japans in San Francisco eröffnet und es gibt einen Online-Shop eigens für den Versand ins Ausland.




Fazit: h.Naoto schafft es durch die Verbindung verschiedener kultureller Strömungen einzigartige Stücke zu kreieren und sich damit immer wieder neu zu erfinden. Das wachsende Interesse auch außerhalb des japanischen Marktes zeigt, dass auch etwas "schockierendes" Neues durchaus eine Chance haben kann.
Autor: Jennifer Kinkel /  Juka
Lektor: Hannah Hohmann
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 21.01.2014
Bildcopyright: h.Naoto


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