Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Wakkanai - Japans nördlichste Stadt

 
Touristenziele wie Tokyo, Osaka, Yokohama oder die Inseln Kyushu und Shikoku befinden sich allesamt in milderen, teils subtropischen Gefilden. Doch wie sieht es eigentlich mit Japans Norden aus, speziell mit seiner am nördlichsten gelegenen Stadt?
An der Nordspitze der Insel Hokkaido liegt Wakkanai, Japans nördlichste Stadt. Ursprünglich wurde dieses Gebiet vom Volk der Ainu bewohnt, bevor es im Laufe des 17. Jahrhunderts von den Japanern als Handelsstation genutzt wurde. Durch die zunehmende Niederlassung der japanischen Handelsvertreter wurden die Ainu jedoch mehr und mehr verdrängt. In ihrer Sprache bedeutete der Name der Stadt so viel wie „der Bach, in dem das kalte Wasser fließt“.




Die Winter in Wakkanai sind, aufgrund der geografischen Lage, lang und die Sommer dementsprechend kurz – selbst im August, dem wärmsten Monat im Jahr, steigen die durchschnittlichen Tagestemperaturen oft nur knapp über 20° Celsius.
Zu den wichtigsten wirtschaftlichen Industrien der Stadt zählen die Fischerei sowie die Milch- und Landwirtschaft. Wakkanai verfügt aber auch über einen Flughafen sowie - selbstverständlich - einen Hafen. Von diesem fahren in den Sommermonaten Fähren zu den Inseln Rebun und Rishiri, die zum Nationalpark gehören und mit ihrer Vielzahl an Wildblumen sowie Wasserfällen beeindrucken. Auch gibt es Fährverbindungen zu der Insel Sakhalin, welche heute zu Russland zählt. Touristen mit dem Ausflugsziel Sakhalin müssen deshalb darauf achten, über ein russisches Visum zu verfügen.

In der Nähe des Hafens lässt sich ein seltsames Gebilde entdecken: der Breakwater Dome. Mit einer Länge von 427 Metern und einer Höhe von 13 Metern wird er von 70 Säulen gehalten, die an das antike Rom erinnern. Der Breakwater Dome dient nicht nur als spektakuläres Fotomotiv; in den Sommermonaten finden unter ihm verschiedene Veranstaltungen statt.




Im Westen der Stadt erstreckt sich der Wakkanai Park. In diesem befindet sich unter anderem der Motoe Hiraku Centennial Memorial Tower, welcher einem, durch seine Höhe von 70 Metern, einen Rundumblick über die Stadt ermöglicht.
Darüber hinaus trifft man im Park auf die unterschiedlichsten Statuen und Skulpturen: Da gibt es zum Beispiel das Monument der neun Frauen, welche an die Arbeiterinnen in der Telegrafenstation auf der Insel Sakhalin erinnern soll, die sich allesamt umgebracht haben, als sie erfuhren, dass Sakhalin von den russischen Truppen eingenommen wurde. Oder aber die Statue einer Frau, die in die Richtung der Sakhalin-Insel blickt und jenen gedenkt, die von dort vertrieben wurden. Auch gibt es hier eine Skulptur von Taro und Jiro, zwei sibirischen Huskys, welche auf einer Antarktika-Expedition zurück gelassen wurden und ihren Trainer, als dieser im Folgejahr zurückkehrte, wiedererkannten und freudig begrüßten.

Mit dem Noshappu Cold Water Aquarium präsentiert Wakkanai das am nördlichsten gelegene Aquarium Japans. In den beiden Außenbecken können Besucher Seehunde und Pinguine bestaunen. Der Innenbereich hält verschiedene Fischarten aus den nördlichen und südlichen Meeren bereit.

Doch was wäre die nördlichste Stadt eines Landes, ohne eine dies bezeichnende Markierung? Diese lässt sich am Soya Misaki („Kap Soya“) in Form einer Triangel-Skulptur finden: Das Northernmost Point Monument stellt den nördlichsten Punkt Japans dar. Gesellschaft leistet dem architektonisch wenig raffinierten Gebilde eine Statue von Rinzo Mamiya, einem Entdecker aus der Edo-Zeit.


Autor: Kathia Krüss
Lektor: Daniela Würdig
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 27.03.2014
Bildcopyright: Wikimedia Commons


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