Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Gigantische Wale am Nachthimmel, Clans, die um die Vorherrschaft kämpfen - all das sind Elemente des Fantasy-Romans "Die Clans von Tokito" von Caroline Brinkmann. Im Interview sprechen wir mit der Autorin über Freund und Feind und welchem Clan sie sich anschließen wollen würde.

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Hakodate - Die Stadt mit dem Sternenfort

 
Hafenstädte kommen oft früher in Kontakt mit ausländischen Elementen als das Binnenland, sind dafür aber auch im Krieg anfälliger für Angriffe. Wie Hakodate dies beeinflusst und gemeistert hat und was diese Stadt sonst noch zu bieten hat, erfahrt ihr hier...
Die Hafenstadt Hakodate ist heute, nach Sapporo und Asahikawa, die drittgrößte Stadt auf Hokkaido. Die am südöstlichsten Zipfel der Nordinsel liegende Stadt wurde 1454 von Kono Kaganokami Masamichi gegründet und ist somit eine der ältesten japanischen Siedlungen Hokkaidos. Auch war Hakodate einer der ersten Häfen Japans, der sich Ende der Edo-Periode (1603 – 1868) für den Handel mit dem Ausland öffnete.




Am 21. März 1934 entfachte ein Brand im Sumiyoshi-Bezirk, welcher zwei Tage lang anhielt. Ihm zum Opfer fielen 2.166 Menschen; 9.485 Menschen wurden verletzt und 145.500 verloren ihr zu Hause. Im Zweiten Weltkrieg hingegen blieb Hakodate größtenteils verschont: Nur am 14. und 15. Juli 1945 kam es zu zwei Bombenangriffen, welche insgesamt rund 400 Häuser zerstörten sowie 400 Menschen auf einer Fähre töteten.

Am 1. Dezember 2004 vergrößerte sich Hakodate erheblich, als es zu einem Zusammenschluss mit den Städten Minamikayabe, Esan und Toi sowie dem Dorf Todohokke kam.

Zu Hakodates hervorzuhebenden Elementen gehört, unter anderem, der Mount Hakodate. Mit einer Höhe von 334 Metern und einem ziemlich bewaldeten Gelände, mag er zunächst vielleicht weniger beeindruckend erscheinen – doch sein Trumpf im Ärmel ist die Aussicht, die man vom Gipfel aus über die Stadt hat. Der Zeitpunkt kurz nach Sonnenuntergang gilt hierfür als besonderer Geheimtipp. Nicht umsonst hat er den Ruf als einer der drei Berge Japans mit der besten Nachtaussicht, neben Mount Inasa in Nagasaki und Mount Rokko in Kobe.




Aufgrund seiner frühen Hafenöffnung finden sich in Hakodate jede Menge westliche Einflüsse. Einen großen Teil davon kann man im Bezirk Motomachi, am Fuße des Mount Hakodate, bewundern. Hier haben sich früher viele Handelsvertreter niedergelassen, was an der Architektur unverkennbar ist: Da gibt es die Russisch-Orthodoxe Kirche, das Alte Britische Konsulat, die Chinesische Gedenkhalle sowie die alte Hakodate Public Hall.

Ein weiteres Markenzeichen Hakodates ist das Fort Goryokaku („Fünfeckbefestigung“). Es wurde zwischen 1857 und 1866 vom Tokugawa-Shogunat erbaut und zeichnet sich durch die Form eines fünfstrahligen Sterns aus, was damals der militärischen Taktik sehr dienlich war. Hier fand die letzte Schlacht des Boshin-Krieges (1868 – 1869) statt. Heute erinnert jedoch nur noch wenig an vergangene Kriegstage, denn die Festung wurde zur Parkanlage umgestaltet. Im Herzen des Parks steht der Nachbau eines Teils des früheren Friedensrichteramtssitz. Seit 2006 findet man hier auch einen 107 Meter hohen Aussichtsturm; sein Vorgänger war nur 60 Meter hoch. Und nicht zu vergessen sind die über eintausend Kirschbäume, die auf dem gesamten Gelände verteilt stehen und die Anlage zu einem beliebten Treffpunkt für das Kirschblütenfest „Hanami“ macht.




Wie für Hafenstädte üblich, gibt es auch in Hakodate einen Vormittagsmarkt. Dieser befindet sich in der Nähe der JR Hakodate Station und öffnet im Sommer um 5:00 Uhr in der Früh, im Winter eine Stunde später. Angeboten werden lokale Spezialitäten wie Krabben, Lachseier und Seeigel, die man auch in den vielen umliegenden Restaurants zum Frühstück probieren kann. Ein Erlebnis für Einheimische wie auch Touristen!
Autor: Kathia Krüss
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 08.11.2014
Bildcopyright: Wikimedia Commons, piqs.de


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