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Pinguine mitten in einer japanischen Kleinstadt und niemand weiß, wo sie herkommen? Ein Grund für Aoyama, diese seltsamen Vorkommnisse zu untersuchen!

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Guitar Wolf

Erfolg im Ausland, noch bevor die eigene Heimat einen registrierte. - Guitar Wolf eroberten zuerst die USA, bevor sie selbiges mit Japan und schließlich dem Rest der Welt taten.
Profil
Infobox

Art
Band, aktiv

Gründung
1987

Musikstil
Rock, Punk

Offizielle Homepage
http://www.guitarwolf.net/

Seiji arbeitete in einem Second Hand-Kleidungsgeschäft, während Billy sein Geld in einem Punk-Shop verdiente, als sich die zwei in Harajuku kennenlernten. Nachdem sie festgestellt hatten, dass sie gemeinsame musikalische Vorlieben teilten, entschlossen sie sich dazu, eine Rockband zu gründen: Billy am Bass, Seiji als Sänger und an der Gitarre- Das war 1987.
Seiji konnte seinen Arbeitskollegen Narita überreden, die Position des Drummers einzunehmen und mit dieser komplettierten Besetzung gab sich jedes Mitglied ein Pseudonym, welches seine Rolle in der Gruppe widerspiegelte. So nannte sich Seiji gleich wie die Band, 'Guitar Wolf'. Billy war der 'Bass Wolf' und Narita wurde zum 'Drum Wolf'. Letzterer blieb den Wölfen jedoch nicht lange erhalten und verließ sie bald wieder, woraufhin Seiji und Billy zunächst auf sich alleine gestellt waren. Erst 1991 fanden sie in Toru den neuen 'Drum Wolf'.

Die Aufnahmen zu ihrem ersten Album „Wolf Rock!“ fanden in Seijis Keller statt. Kurz darauf tourte das Trio durch Amerika und trat dabei unter anderem auch bei dem zweiten Garageshock Festival in Memphis, Tennessee auf. Dort erregten sie die Aufmerksamkeit von Eric Friedl, seines Zeichens Mitglied der US-Punkrockband The Oblivians. Dieser war von Guitar Wolf so begeistert, dass er ihr Debüt-Album über sein kurz zuvor gegründetes Label Goner Records veröffentlichte. Dies geschah im Jahre 1993 – und erst zwei Jahre später sollte die gleiche Scheibe in den japanischen Läden zu kaufen sein.
Im Frühjahr 1994 erschien in Japan das Album „Run Wolf Run“ über das Label Less than TV; nur wenige Monate darauf wurde ausschließlich in den USA die LP „Kung Fu Ramone“ veröffentlicht. Somit unterhielten Guitar Wolf die USA und Japan parallel mit ihrer Musik; Jahre vor ihrem ersten Major-Deal. Den erlangten sie erst 1997 bei Ki/oon Sony Records, bei dem sie ihr Major-Debüt mit dem Album „Planet of the Wolves“ hatten.

Inzwischen absolvierten Guitar Wolf nicht nur ausgiebige Touren durch die USA, sondern wagten sich auch auf europäische Bühnen. Großbritannien und Deutschland gehörten mit zu den ersten Abstechern auf neues Terrain. 1998 fand mit der „Kaminari-Tour“ sogar eine Welttournee statt, die restlos ausverkauft war.
Anfang 1999 erschien das Album „Jet Generation“, welches als das lauteste Album aller Zeiten gilt. Der Grund darin lag in der Tatsache, dass erst nach den Aufnahmen festgestellt wurde, dass selbige die theoretische maximale Aufnahmelautstärke einer CD von 96 Dezibel weit überschritten hatte.
Nach einer ausgedehnten Tour, um das neue Album zu promoten und einer kleineren Tour mit der US-Rockband The Makers spielten Guitar Wolf nun auch Konzerte in Australien und Neuseeland.
2000 erschien der Trash-Zombie-Rock'n'Roll-Film „Wild Zero“, in welcher die Band sich selbst spielte und auch den Soundtrack eigens verfasste.
Neben unzähligen Konzerten war ursprünglich für das Jahr 2001 auch ein Auftritt beim „Contact 2001 Korea-Japan Live Project“ geplant. Aufgrund politischer Streitigkeiten wurde dieses Vorhaben jedoch gestrichen.

Trotz solcher Planänderungen tourte die Gruppe unermüdlich weiter, trat auf zahlreichen Events auf und absolvierte schließlich sogar Auftritte in Südamerika. 2003 tourte Seijis Lieblingsmusikerin, die US-Sängerin und Gitarristin Joan Jett, durch Japan und Guitar Wolf wurde die Ehre zugeteilt, als Vorband zu spielen.
Nachdem die Gruppe im Frühjahr 2005 eine einmonatige Tour durch die USA absolviert hatte, verstarb Billy ganz überraschend am 31. März im Alter von 38 Jahren in Folge eines Herzinfarktes. Seiji und Toru wollten die Band jedoch nicht mit ihrem Kumpel sterben lassen und präsentierten daher bereits im September desselben Jahres Billys Nachfolger: Den damals gerade mal neunzehnjährigen UG. Kurz darauf waren Guitar Wolf schon wieder auf den Konzertbühnen zu sehen und das Jahr 2005 ließen sie in Australien ausklingen.

Anfang 2007 erschien mit „DEAD ROCK“ das erste Album mit UG am Bass, welches ein halbes Jahr später durch Okami Records auch in Deutschland veröffentlicht wurde. Es folgte die „Andromeda-Tour“ durch 32 Städte und im September erschien „Mars Twist“, ein Selbst-Cover-Album, mit dem die Band ihr zwanzigjähriges Bestehen feierte. Nach einer weiteren Tour begaben sich Guitar Wolf jedoch in eine Pause. Grund hierfür war Seijis Gesundheitszustand.
Bis zum April 2009 mussten sich die Fans gedulden, dann war das Trio wieder einsatzbereit und stellte diese Tatsache auf mehreren Konzerten sogleich unter Beweis. Das Mini-Album „Jet Satisfaction“, welches zum Ende des Jahres hin erschien, präsentierte die ersten neuen Aufnahmen seit der Pause. Zwischen Ende 2009 und Anfang 2010 tourten sie abermals durch Japan, bevor sie ein halbes Jahr auf jegliche Liveshows verzichteten, denn Seijis Gesundheit war noch immer nicht vollständig hergestellt worden, weshalb er sich einer Operation unterziehen musste. Dafür fanden die Aufnahmen für ihr nächstes Studio-Album „Spacebattleship Love“ innerhalb von nur 12 Tagen statt und auch hiervon gab es, mit halbjähriger Verzögerung, im Mai 2011 eine deutsche Veröffentlichung.


Musikstil Guitar Wolf machen dynamischen, dreckigen Garagen-Rock, in welchem sich auch immer wieder Punk-Elemente finden. Der Sound ist generell unsauber gehalten, was sich nicht nur auf die ersten paar Alben bezog, sondern bewusst in späteren Aufnahmen fortgesetzt wurde. Passend zum Gesamtklang der Musik ist somit auch Seijis Singstimme selten darum bemüht, den richtigen Ton zu treffen und viel mehr daran interessiert, den Text möglichst energiegeladen herauszuschreien. Mit anderen Worten: Die Musik von Guitar Wolf ist ehrlicher Rock'n'Roll aus tiefstem Herzen.



Mitglieder Gesang, Gitarre: Seiji
Bass: UG
Schlagzeug: Toru
 
ehemalige Mitglieder:
Bass: Hideaki „Billy“ Sekiguchi (1987 – 2005; verstorben)
Schlagzeug: Narita (1987)



Diskographie Japan
Datum Titel Typ
13.02.2019 Love & Jett Album
11.05.2016 Tyrannosaurus Yojyohan T-rex From A Tiny Space Album
06.03.2013 Beast Vibrator Album
24.11.2010 Uchusenkan Love (Spacebattleship Love) Album
23.12.2009 Jet Satisfaction Mini-Album
22.07.2009 Guitar Wolf Live at Hibiya Yagaidai Ongakudou 2009.4.4 DVD
19.09.2007 Mars Twist Selbst-Cover-Album
24.01.2007 DEAD ROCK Album
27.12.2006 ULTRA CROSS vol. 3 Single
09.08.2006 ULTRA CROSS vol. 2 Single
31.05.2006 ULTRA CROSS vol. 1 Single
27.07.2005 Golden Black Compilation
27.07.2005 Live at Sekai → Ookami rising DVD
22.07.2004 Loverock Album
04.12.2002 Red Idol DVD
06.03.2002 UFO ROMANTICS Album
11.04.2001 I love you, OK Single
21.06.2000 LIVE!! Live-Album
19.02.2000 Rock'n'Roll Etiquette Album
05.07.2000 WILD ZERO DVD
19.01.2000 God Speed You Single
21.08.1999 Rock de korose Single
01.04.1999 Ookami Hero VHS
21.01.1999 Jet Generation Album
01.04.1998 Kaminari One Single
21.09.1997 Ookami Wakusei (Planet of the wolves) Album
00.00.1997 Bad Reputation Single
00.00.1997 Can-Nana Fever Single
00.06.1995 Guitar Wolf vs. San Francisco Wolf VHS
00.06.1995 Missile Me Album
00.04.1994 Run Wolf Run Album
00.06.1995 Wolf Rock Album

Europa
Datum Titel (Land) Typ
31.05.2013 Beast Vibrator (Deutschland) Album
27.05.2011 Spacebattleship Love (Deutschland ) Album
08.06.2007 DEAD ROCK (Deutschland ) Album
00.11.2002 UFO ROMANTICS (Spanien) Album

Sonstige Länder
Datum Titel (Land) Typ
15.11.2005 Golden Black (USA) Compilation
27.09.2004 Loverock (USA) Album
09.09.2003 Red Idol (USA) DVD
11.02.2003 UFO ROMANTICS (USA) Album
19.10.2004 R.R.E. (Rock'n'Roll Etiquette) (USA) Album
22.06.1999 Jet Generation (USA) Album
21.10.1997 Planet of the Wolves (USA) Album
00.05.1997 Kawasaki ZII 750 Rock'n'Roll (USA) Single
00.06.1996 Missile Me (USA) Single
00.06.1996 The Wild Guitar (USA) Single
19.11.1996 Missile Me (USA) Album
00.07.1994 Somethin' else (USA) Single
00.07.1994 Kung Fu Ramone (USA) Album
00.00.1993 Wolf Rock (USA) Album
Autor:
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 03.04.2012
Bildcopyright: Guitar Wolf


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