Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Die Vorfreude der Amuro-Fans ist groß: Endlich gibt es den gutaussehenden jungen Mann, der nicht nur ein Geheimnis verbirgt, in Großaufnahme auf den deutschen Kinoleinwänden zu sehen. Ob sich der Besuch im Kino lohnt, verraten wir euch hier, denn wir durften bereits im Vorfeld in die deutsche Version eintauchen.

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Aya

Aus einem Dorf Nordjapans auf die Straßen Tokyos und schließlich auf die Bühne! Die gitarrenbegeisterte Aya versprach ihrer Mutter, niemals aufzugeben und erkämpfte sich mit starkem Willen ihren Platz in der Musikwelt.
Profil
Infobox

Art
Solokünstler, Status unbekannt

Gründung
2001

Musikstil
Rock, Punk, Alternative

Offizielle Homepage
http://www.sonymusic.co.jp/artist/Aya/

Aya wuchs in einer 2.000-Seelen-Gemeinde auf Hokkaido auf. In ihrer Kindheit spielte sie mit Tieren und hörte sich die alten Schallplatten ihrer Eltern an. Viel mehr gab es in ihrem Heimatort auch nicht für sie zu tun: Sie genoss zwar die Natur, bedauerte aber die Tatsache, kaum Freunde in ihrer Nähe zu haben.
Ein Konzert der US-Rockband The Ventures zu Grundschulzeiten entfachte ihr Interesse für elektrische Gitarren. In der Junior High School hörte sie fortan Hardrock und Punkmusik. Mit 15 Jahren erhielt sie von ihrer Mutter ihre erste eigene E-Gitarre, als Gegenleistung für das abgenommene Versprechen, niemals aufzugeben. Sie gründete mit einer handvoll Freundinnen eine Mädchenband und gemeinsam spielten sie ein Mal im Monat Coversongs der Sex Pistols und Grungesongs von US-Bands aus Seattle.

Später zog Aya nach Tokyo und wurde dort Sängerin einer Soul-Pop-Band. Die Gruppe konnte sogar einen Vertrag bei einem Major-Plattenlabel ergattern, doch kurz vor ihrem Debüt verstarb der Bandleader unerwartet. Die Gruppe löste sich daraufhin auf und Aya machte sich daran, an ihrer Solo-Karriere zu arbeiten. Sie spielte auf US-Amerikanischen Stützpunkten und in den Straßen von Shibuya und investierte darüber hinaus viel Kraft und Zeit in die Entstehung ihrer Demo-Tapes. Eines ihrer Demos bekam der amerikanische Produzent Adam Kasper zu hören und entschied sich, sich der jungen Musikerin anzunehmen.
Im Dezember 2000 reiste Aya nach Seattle und nahm im „Studio X“, der in den 90er Jahren berühmt für seine Grungebands war, mehrere Songs auf. Als Musiker standen ihr Drummer Matt Cameron (Soundgarden, Pearl Jam), Gitarrist Kim Thayil (Soundgarden), Gitarrist John McBain (Monster Magnet) und Keyboarder Glenn Slater (Walkabouts) zur Seite. Im Juni 2001 wurden die Aufnahmen abgeschlossen und diesmal erhielt sie sogar noch zusätzliche Unterstützung vom Bassisten Krist Novoselic, einem ehemaligen Mitglied der Grungeband Nirvana – die Band, die schon früh großen Einfluss auf Aya ausgeübt hat.

Ihre erste Single „Hands“ erschien schon im April 2001, das Debüt-Album „Senjou no hana“ (zu deutsch „Blume im Schlachtfeld“) folgte erst ein Jahr später. Um selbiges zu promoten konzentrierte sie sich weniger auf die Pressearbeit und absolvierte umso mehr Konzerte. Sie schaffte es sogar auf das „Summer Sonic Festival“, eines der bekanntesten Rockfestivals Japans. Auch trat sie erfolgreich als Opening Act auf einem Konzert des Solo-Rockers Eikichi Yazawa vor 50.000 Zuschauern auf.

Für ihr nächstes Album-Projekt entschied sich Aya, diesmal auf Musikergrößen wie bei „Senjou no hana“ zu verzichten. Zum einen, weil sie langfristig mit einem festen Line-Up arbeiten und nicht immer zwischen Studio- und Stage-Musikern wechseln wollte. Und zum anderen weil ihr die physische Abstinenz ihrer Rock-Idole die Möglichkeit gab, ihren eigenen Stil mehr zu entfalten. Das Resultat war das Mini-Album „Kinjirareta Uta“, welches im März 2003 erschien. Die darauffolgenden Konzerte in den Clubs waren restlos ausverkauft.

Im Sommer 2004 veröffentlichte Aya schließlich ihr zweites Album „Baghdad Sky“. Obwohl es musikalisch ausgereifter als ihre Vorgänger war, konnte es sich in den japanischen Oricon Charts kaum behaupten: Es gelangte gerade mal auf Platz 246 und wurde nach einer Woche schon gar nicht mehr gelistet.
2005 war Aya wieder auf Tour und 2006 wurde für den Anime „Le Chevalier D'Eon“ ihr Song „Over night“ als Abspannlied verwendet. Danach wurde es immer ruhiger um sie. Erst Anfang 2015 tauchte plötzlich auf YouTube ein fünfzehnminütiges Promotion-Video auf, welches neue Veröffentlichungen ankündigte.
 


Musikstil Ayas Musik ist hauptsächlich eine facettenreiche Konstellation aus Grunge-, Punk- und Alternative-Rock. Die Grunge-Elemente hört man auf ihrem Debüt-Album „Senjou no hana“ besonders deutlich heraus, was in Anbetracht der dort eingesetzten Musiker jedoch wenig verwundert. Auch ist ihren Werken anzuhören, wie sie sich fortan musikalisch weiterentwickelt hat; so sind die Arrangements und das Zusammenspiel im Allgemeinen auf dem „Baghdad Sky“-Album harmonischer und ausgereifter als noch auf ihren Vorgängern.

Aya besticht mit einer kraftvollen, durchsetzungsfähigen Power-Frau-Rockstimme, die sicherlich ein wenig dunkler gefärbt ist, als man es von vielen japanischen Sängerinnen gewohnt ist. Eben diese Tatsache unterstreicht den unabhängigen, rebellischen Sound ihrer Songs aber noch zusätzlich. Doch trotz Grunge und Rebellion finden sich auch teils sehr eingängige, melodische Stücke unter ihren Liedern, wie zum Beispiel „May Day“, was fast schon Ansätze von Rock-Pop enthält, sowie sensibel-melancholische Balladen wie „Rojou no kage“ oder „Misui“.






Diskographie Japan
Datum Titel Typ
09.06.2004 Baghdad Sky Album
14.10.2003 Aya Bitch Project Mini-Album
26.03.2003 Kinjirareta Uta Mini-Album
24.04.2002 Senjou no hana Album
20.03.2002 Sentaku no asa Single
25.07.2001 Crazy Mermaid Single
25.04.2001 Hands Single
Autor:
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 03.04.2015
Bildcopyright: Aya, Mitch Ikeda, Masaaki Komori


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