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G.L.A.M.S – TWILIGHT AFTER THE RAIN

Jeder Song des neuen Minialbums erzählt seine eigene Geschichte über Mikarus derzeitige Gefühle. Die Themen basieren auf Verzweiflung bis Trauer, Hoffnung auf die Zukunft, die wahre Freiheit, sowie Liebe und Lust und beschreiben unterschiedliche Charaktere. Interessanterweise sei, laut eigener Aussage, keiner dieser Charaktere er selbst. Hören wir doch mal rein.
Künstler
Infobox

Erscheinungstermin
27.02.2020

Anzahl CDs
1

Preis (UVP)
20,00 €

Die Band G.L.A.M.S wurde im Dezember 2013 von dem vielseitigen Künstler Mikaru gegründet, der G.L.A.M.S nicht nur als Rockband, sondern als ein Künstlerprojekt bezeichnet, unter dem er ebenfalls seine selbstgemalten Bilder und selbstdesignte und hergestellte Schmuckkollektion vermarktet. Somit ist das einzige feste Mitglied dieser Band Mikaru selbst, der hier als Sänger und Songwriter fungiert, während die anderen Mitglieder als Supportmusiker variieren. Dennoch sind häufig dieselben bei Shows und sogar Musikvideos anzutreffen, unter anderem auch ehemalige Bandkollegen von Dio – distraught overlord.
CD Beginnend mit einem Schlagzeugsolo und dem einsetzenden Bass, erinnert das erste Lied „In Endles Rainfall“ an das Drumintro des Liedes „Youth of the Nation“ von P.O.D.. Doch schnell setzen ein aggressiver Gitarrensound, sowie ein melodischer Chor-Sound in mittlerer Tonlage, der immer wieder zum Einsatz kommen wird, ein. Mikarus Stimme kommt als erstes mit einem kurzen Schrei zum Einsatz, wechselt dann direkt in melodische Verse, die sich tatsächlich anhören, als würde er eine Geschichte erzählen. Zum Refrain hin wird sein Gesang aggressiver und wechselt in einige Screams. Beim Wiederholen des Refrains bleibt seine Stimme etwas aggressiver. Das Tempo wird zum Ende hin gedrosselt und der Chor lässt den Song langsam ausklingen, was das Gefühl gibt, nach einem langen Kampf ein Ziel erreicht zu haben.

„Sailing Away“ beginnt punkrockig schnell. Sobald Mikaru mit dem Vers einsetzt, verstummt scheinbar die Gitarre und spielt nur noch eine seichte Melodie. Schlagzeug und Bass dominieren bis hin zur Bridge, die sich wie ein trotziges Kind anhört, welches ankündigt, nun auf eigenen Beinen stehen zu wollen und gut mit dem Refrain harmoniert. Dieser gibt durch seine Melodie, dem Background Gesang und Sätze wie „Life is like a journey“ und „Feeling the wind“ ein überaus positives Gefühl und lädt zum Tanzen ein. Ein kurzes Gitarrensolo unterbricht die Wiederholung des Refrains, hebt aber noch mehr die Stimmung, sowie die zwischendurch einsetzende Double-Bass des Schlagzeuges.
Das Mittelstück wird von „Tokyo Ginza Blues“ gekürt und verrät bereits am Anfang, dass es besonders live ein spaßbringender und lustiger Song ist. Ein einleitendes Drumsolo gefolgt von einem zackigen, aber melodischen Gitarrensound unterstützen Mikaru, der hier mit seiner Stimme von tief bis hoch spielt. In der Bridge wird er gesanglich von einer weiblichen Stimme unterstützt. Im Refrain wechselt die Unterstützung zu mehreren Background Sängern, die sich mit Mikaru abwechseln. Der Schluss wirkt etwas abgehackt und ist am besten durch den letzten Gitarrensound zu erkennen, dennoch hat man den Eindruck, es könnte weitergehen.

Mit sanften Synthesizer Klängen fängt „Unbreakable Chain“ an und unterstützt Mikaru in dem ersten Vers und der Bridge in der ersten Minute. Sobald das Schlagzeug und die Gitarre zum Refrain einsetzen, wird der Pop Song etwas schneller, klingt aber zum nächsten Vers wieder ab. In diesem Liebeslied wechselt Mikaru die Sprache und singt den dritten Vers auf Japanisch.

Der Schluss des Minialbums „Another Lonely Day“ lässt einen etwas zur Ruhe kommen und auch zu Tränen rühren, wenn man daran denkt, dass dieses Lied ein Teil Mikarus derzeitiger Gefühle ist. Es beginnt mit einem Metronom. Mikarus Stimme setzt in ungewohnt hoher Tonlage ein und wird lediglich von einer Akustikgitarre unterstützt. Sehr berührend ist ebenfalls der Wechsel nach dem Refrain vom Englischen in das Japanische, was seinen Gefühlen mehr Ausdruck verleiht. Kurz vor Ende des Songs setzt das Schlagzeug ein und das Tempo wechselt in ein Uptempo. Seine Stimme wird leicht aggressiver und verleiht dem Ganzen eine gewisse Verzweiflung. Kurz stoppt alles und endet dann sanft mit seinem hohen Gesang, der Gitarre und dem Metronom.



Ausstattung Das Album wurde uns als digitaler Download zu Verfügung gestellt, daher können wir leider nichts über die Verpackung sagen.
Fazit In sich ist „TWILIGHT AFTER THE RAIN“ ein sehr stimmiges Minialbum. Die jeweiligen Gefühle, die Mikaru durch die fünf Lieder ausdrücken möchte, kommen in den Melodien, seiner Stimme und den kompletten Arrangements sehr gut zur Geltung. Genau wie seine Worte in der Pressemitteilung zitiert werden „Die Welt, Orte und Charaktere der Songs sind alle unterschiedlich. Aber interessanterweise bin keiner von ihnen ich. Als ich diese fünf Lieder hörte, konnte ich die „THE TWILIGHT AFTER THE RAIN“ sehen. So entstand der Albumtitel.“, ist es eine Leichtigkeit, die von ihm erzählten Geschichten vor Augen zu haben. Bei seinem Gesang hört man ab und an kleine Patzer, was für den Künstler eher selten ist. Somit weiß man allerdings, dass hier nicht viel bearbeitet wurde. Außerdem lässt es ihn natürlich wirken und einen weiter in den Bann der Geschichten ziehen. Ein Live-Feeling kommt auf. Vermutlich liegt das Minialbum, wie all seine neuen Minialben, bei EUR 20,00, was vielleicht etwas zu hoch angesetzt ist, wenn man nicht Porto, Zoll und weitere Dinge berücksichtigt.
Tracks
# Name
1 In Endless Rainfall
2 Sailing Away
3 Tokyo Ginza Blues
4 Unbreakable Chain
5 Another Lonely Day
Songqualität
Songqualität
2

Songauswahl
Songauswahl
1

Verpackung & Extras
Verpackung & Extras
2

Preis/Leistung
Preis/Leistung
3

Gesamtnote

2.0
Autor:
Lektor: Anja Degenhardt
Grafiker: Denise Augustin /  Sunny-Ray
Datum d. Artikels: 05.03.2020
Bildcopyright: G.L.A.M.S


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