Animexx - Verein der Anime- und Mangafreunde e.V.

Ob Schauspieler, Regisseur oder Komponist: Nur der Nihon Media e.V. schafft es, dreißig Filmschaffende aus Japan an einem Abend gleichzeitig in Hamburg auf die Bühne zu bringen. Wir wurden eingeladen, um über diese großartige Veranstaltung und die erste von ihnen ausgeführte Preisverleihung zu berichten.

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Guitar Wolf - SPACEBATTLESHIPLOVE

Nein, eure Lautsprecher sind nicht kaputt, es ist Guitar Wolf! Laut, punkig, rockig und total durchgeknallt. Das sind die Worte, die man braucht, um sie zu beschreiben. Mit „Space Battleship Love“ knallt uns die japanische Garagen- Rock- Band einen Song nach dem anderen um die Ohren. Auch wenn es noch so schräg klingt, es macht unglaublichen Spaß.
Künstler
Infobox

Label
Gan-Shin

Erscheinungstermin
27.05.2011

Anzahl CDs
1

Preis (UVP)
15,99 €

Wer meint, sich in der japanischen Rock`n`Roll oder Punkrock Szene daheim zu fühlen, sollte Guitar Wolf kennen. Die im Jahre 1987 von den Freunden Seiji (Gitarre) und Billy (Bass) gegründete Band, fand mit Toru 1991 ihre endgültige Form. Sie entwickelten schon bald ihren ganz eigenen Musikstil und nannten ihn „Jet-Rock`n`Roll“. Ihr erstes Album wurde in der Wohnung des Gitaristen Seiji aufgenommen und in Amerika publiziert, bevor es einige Monate später auch in Japan erhältlich war. Ihren Major-Plattenvertrag unterzeichneten sie 1999 bei Ki/oon einer Tochterfirma von Sony Music Japan. Als kurz nach einer Tour im Jahr 2005 der „Bass Wolf“ Billy starb, stellte die Band ihre Aktivität ein, bis mit UG ein neuer Bassist gefunden wurde. Auch heute ist die Band mit dieser Besetzung noch im Geschäft.
CD Nicht umsonst zählt Guitar Wolf zu einer der lautesten Bands- und Aufnahmelautstärken von 96 Dezibel werden generell überschritten. Auch wenn das im ersten Song „Hoochie Coochie SpaceMan“ noch gar nicht so auffällt und er eher an den „Hoochie Coochie Man“ von Muddy Waters aus dem Jahr 1970 erinnert, wird spätestens bei „Doberman Night“ klar, dass es sich um harten, gitarrenlastigen Rock handelt. Wie so oft zeigt sich, dass drei Akkorde für ein klassisches Punkrockstück ausreichend sind. Der dritte Song, der Namensgeber des Albums ist, ist „SPACEBATTLESHIPLOVE“. Es ist ein eher ruhiges Stück mit einigen, fast Akapella gesungenen Strophen. Man könnte fast sagen, dass es eine Rockballade ist. Ohne große Umschweife geht es dann auch weiter mit „FIRE EIGHTEEN“, wobei die brachiale Stimme des Sängers zur vollen Geltung kommt. Durch die immer wiederkehrenden „Hey“´s ist es bestimmt ein Song, der auf Konzerten viel Spaß macht. Auch wenn man spätestens beim fünften Song und der damit verbundenen Hälfte der eigentlichen CD merkt, dass sich die Stücke im Aufbau ähneln, springt der Funke trotzdem immer wieder über. „Voltage Sepa/Han“ ist ein schnelles und extrem „geschrienes“ Lied, das nur so durch die Boxen kracht. Eines der vielleicht emotionalsten Songs, wenn auch nicht minder leiser, ist „TEARS ARE VIOLENCE“, bei dem es sich schön mitbrüllen lässt, um Frust abzubauen. Als nächstes schlägt uns „Concrete Punk“ um die Ohren und der Titel beschreibt das Lied wunderbar. Harte Gitarrenriffs und ein gleichbleibender Beat, der zum Headbangen einlädt, haben einen Ohrwurmcharakter. Danach gibt es etwas Entspannung mit „Black Hole Mama“, dem am ehesten in Rock´n´Roll eizuordnenden Song der CD. Er ist fast schon beruhigend, vergleicht man ihn mit den vorangegangenen Stücken. Der vorletzte Song der CD ist „Dracula MarikA“, der einen leicht psychodelischen Touch hat und durch die ganzen Schwingungen den Kopf etwas leichter macht. Eines der Highlights stellt der zehnte Song „Hakata Taktics“ dar, der eine interessante Mischung aus Rock, Punk und Rockabilly bringt. Er macht gute Laune und bringt einem zum Hüpfen- egal ob man steht, sitzt oder liegt. Nun ist die eigentliche CD zu Ende und was kommt? Genau: Zwei Bonustracks gleich im Anschluss! „Egypt Rock“ ist nochmal ein hartes Stück Musik, das mit starken Drums die Erde zum Wackeln bringt. Allerdings steht der letzte Song „Jet Satisfaction“ dem in nichts nach und rundet die CD zum Schluss hin schön ab.


Ausstattung Die Hülle der CD unterscheidet sich nicht von den sonstigen, herkömmlichen Verpackungen. Auf dem Cover sieht man die drei Musiker in Lederkluft und ziemlich klein den Titel und Interpreten der CD in der linken oberen Ecke. Die Rückseite bietet die Songliste. Das Bild hier sagt schon alles. Man sieht den Sänger vor einer springenden, schreienden Menge an einem Konzert mit ziemlich gemischtem Publikum. Auch die Innenseite unter der CD gibt noch einmal ein wirklich schönes Bild der Band.
Das beiliegende Booklet steht dem in nichts nach. Jede Menge wirklich sehr gute und qualitativ hochwertige Bilder sind hier zu sehen – die meisten von Live-Gigs. Als besonderes Extra findet man hier die englischen Übersetzungen zu jedem Song. Nur die originalen Lyrics sind leider nicht zu finden. Trotz allem ist das sicher für nicht japanisch-sprachige Fans etwas Tolles.
Fazit Guitar Wolf ist knallhart und erbarmungslos laut. Wer nach einer CD sucht, um sich zu entspannen, ist hier definitiv falsch. Wer auf gute Gitarrenriffs und schnelle Musik steht und mal wieder etwas sucht, das ihm das Trommelfell sprengt, der ist hier an der richtigen Adresse. Kaum eine andere CD kommt an Undergroundpunk so gut ran wie diese. Ein wirklich gutes Stück Punk und Rock, das seinen Platz im CD- Regal des Genrefreundes verdient hat.
Tracks
# Name
1 Hoochie Coochie SpaceMan
2 Doberman Night
3 SPACEBATTLESHIPLOVE
4 FIRE EIGHTEEN
5 Voltage Sepa/Han
6 TEARS ARE VIOLENCE
7 Concrete Punk
8 Black Hole Mama
9 Dracula MarikA
10 Hakata Tactics
11 Egypt Rock
12 Jet Setisfaction
Songqualität
Songqualität
2

Songauswahl
Songauswahl
2

Verpackung<br>& Extras
Verpackung
& Extras
2.5

Preis/<br>Leistung
Preis/
Leistung
1

Gesamtnote

1.9
Autor: /  Celest_Camui
Lektor: Aylin Hoffmann /  Tuulikki
Grafiker: Julia Kefenhörster
Datum d. Artikels: 03.04.2012
Bildcopyright: Guitar Wolf, Okami Records


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