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Am 24.06.2018 durften wir im Werkstattkino in München im Rahmen des Nachtschatten Festival die Dokumentation Boys for Sale sehen. Anschließend stellte sich der Filmemacher Ian Thomas Ash noch den Fragen der Zuschauer. Ein wirklich beeindruckendes Erlebnis für uns.

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Verbot für Hotels, homosexuelle Gäste zu diskriminieren

Quelle: asienspiegel.ch
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Love Hotels, bei uns eher bekannt als Stundenhotels, sind jene Orte, an denen Paare in Japan ihre sexuelle Lust ausleben können, wenn es Zuhause nicht möglich ist. Damit hat eigentlich auch niemand ein Problem – allerdings kommt es immer wieder vor, dass eben diese Love Hotels homosexuellen Paaren den Zutritt verweigern.

Nun hat sich ein homosexuelles Paar im Bezirk Toshima (Tokyo), welches solch eine unschöne Erfahrung machen musste, bei den Behörden beschwert. Auch in Osaka kam es im Jahre 2016 zu einem vergleichbaren Fall. Die Beschwerden haben nun Wirkung gezeigt: Die Lokalbehörden gaben allen Hotels Anweisungen, diskriminierende Abweisungen von Gästen künftig zu unterlassen. Darüber hinaus hat die Regierung sämtlichen Hotels und Ryokans landesweit verboten, Gäste aufgrund ihrer sexuellen Orientierung abzulehnen. Wer sich nicht daran halte, verstoße gegen das Hotelgesetz.

Es hat sich in der jüngsten Vergangenheit einiges getan im Bezug auf die Toleranz der LGBT-Gemeinde: Während das Thema Homosexualität (trotz des reißenden Absatzes an Yaoi-Mangas) bis vor wenigen Jahren in der japanischen Gesellschaft stark tabuisiert wurde, sind inzwischen in mehreren Städten eingetragene Partnerschaften von Homosexuellen möglich. Und die Nächste wird bald folgen: Auch Fukuoka möchte diese Form der Registrierung anbieten können. Damit wäre sie die erste Stadt auf der Südinsel Kyushu die das täte.

Autor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 12.02.2018


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