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Magazin wird nach mehreren LGBT-feindlichen Artikeln eingestellt

Quelle: www.japantimes.co.jp
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Der Verlag Shinchosha Publishing Co. hat jüngst bekannt gegeben, sein konservativ geprägtes Magazin Shincho 45 einzustampfen. Grund für diese Entscheidung waren wiederholte Anfeindungen mehrerer Autoren gegen die LGBT-Community.

Wie wir bereits im Juli berichteten, hatte damals die Politikerin Mio Sugita in einem Artikel für Aufsehen gesorgt, als sie ihre Ansicht äußerte, man sollte Steuergelder nicht für etwas ausgeben, wovon auch LGBT-Menschen profitieren, da diese aufgrund ihrer sexuellen Orientierung als „unproduktiv“ gelten.

In der Oktober-Ausgabe setzte sich die Redaktion erneut in die Nesseln, indem sie fast 40 Seiten mit der Verteidigung von Sugitas Artikel füllten. Ein weiteres großes Echo folgte zudem auf einen Artikel des Kommentatoren Eitaro Ogawa. In diesem stellte er die Behauptung auf, LGBT sei lediglich eine „sexuelle Vorliebe“ und ein „absurdes“ Konzept, welches mit dem Kürzel SMAG gleichgesetzt werden kann: Jener steht für „Sadist“, „Masochist“, „Arsch-Fetisch“ und „Grabscher“.

„Wenn unsere Gesellschaft LGBT-Menschen beschützen muss“, sagt Ogawa, „sollte unsere Gesellschaft dann nicht auch die Rechte von Grabschern beschützen, die sich nicht gegen ihren Drang wehren können, sobald sie den Duft einer Frau in einem vollen Zug erhascht haben?“

In einem späteren Facebook-Post erklärte Ogawa seine Worte damit, dass er in der frühzeitigen Anerkennung der Rechte einer Minderheit die Gefahr darin sieht, die Gesellschaft könne sich „extrem zum Wahnsinn“ hinwenden.

„Es ist nicht zu leugnen, dass die Kontrollen unserer Artikel in den letzten Jahren zunehmend vernachlässigt wurden, seit das Magazin zunehmend mit mangelnder Auflagenzahl und zahlreichen Fehlern zu kämpfen hat“, gesteht Shinchosha ein.

Die jüngste Oktober-Ausgabe soll demnach die letzte von Shincho 45 sein. Das Magazin erschien seit 1985 monatlich.

Ein kleiner Buchladen in der Präfektur Wakayama, Books Plug, hat vorübergehend alle neuen Titel, die unter Shinchosha veröffentlicht wurden, aus seinem Verkaufsprogramm genommen. Der Besitzer des Ladens, Shota Shimada, begründet seine Entscheidung folgendermaßen: „Es ist ein Akt des Protests gegen Propaganda von Shincho 45 hinsichtlich seiner abwertenden Kommentare bezüglich sexueller Minderheiten.“

Autor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 26.09.2018


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