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Alleinerziehende Mütter in Japan

Quelle: japantoday.com
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Vergangene Woche hat die Stiftung Little Ones eine Auszeichnung für ihr Wohnraumprojekt gewonnen und damit gleichzeitig auf ein akutes Problem in der gegenwärtigen japanischen Gesellschaft aufmerksam gemacht: Little Ones hat es sich seit ein paar Jahren zur Aufgabe gemacht, verwaiste Wohnungen in den Ballungsräumen Tokyo, Osaka und Chiba zu renovieren und an alleinerziehende Mütter zu vermieten.

Single-Mütter erleben in Japan ein großes Stigma: Obwohl Japan mit zu den reichsten Nationen der Welt gehört, gehören alleinerziehende Mütter in Japan mit zu den ärmsten.
"Japan hat eine Kultur, die es für Mütter schwierig gestaltet, nach der Geburt wieder Arbeit zu finden, was ihnen ihr Leben außergewöhnlich erschwert", erklärt Kunihisa Koyamna, Geschäftsführer von Little Ones. "Vermieter lehnen Single-Mütter oftmals ab, da sie in keiner finanziellen Stabilität leben. Das soziale Stigma, der Mangel wirtschaftlicher Möglichkeiten und hohe Lebenskosten in Städten wie Tokyo bedeuten für einen Großteil der alleinerziehenden Mütter, in Armut zu leben."
 
Gleichzeitig stehen immer mehr Wohnungen frei, da die vorherigen Mieter verstorben und die Geburtenraten niedrig sind. Momentan sind etwa 14 Prozent des Wohnbestands von Leerstehung betroffen. Durch ein neues Gesetz aus dem Jahre 2015 ist es für Little Ones möglich geworden, sich diesen Behausungen anzunehmen, sie wieder in Schuss zu bringen und dafür auch von Staatsseite finanziell unterstützt zu werden.
 
"Für eine alleinerziehende Mutter und ihre Kinder bedeutet es einen Neuanfang, eine sichere und bezahlbare Behausung zu haben. Von hier aus können sie ihr weiteres Leben besser in die Hand nehmen", so Koyama.
Autor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 19.12.2018


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