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Valentinstagsschokolade auf dem Prüfstand

Quelle: japantoday.com
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Was für uns mit dem 14. Februar, dem Valentinstag, eine romantische Angelegenheit ist, artet für zahlreiche Frauen in Japan jedes Jahr in Stress aus. Gemeint ist damit die sogenannte „Giri-Choko“: Frauen schenken an diesem Tag allen Männern, mit denen sie in Verbindung stehen (vornehmlich am Arbeitsplatz), ohne eine romantische Beziehung zu ihnen zu haben, Schokolade. Auch Freunde erhalten diese, welche allerdings „Tomo-Choco“ genannt wird und auch Freundinnen einbezieht. Die Schokolade für den Partner oder Ehemann wird „Honmei-Choco“ genannt.

Seit Jahren wird die gesellschaftliche Diskussion um dieses Thema jedoch lauter, da diese Tradition zunehmend als unnötiger psychischer Druck der Frauen angesehen wird. Viele Frauen fühlen sich von dieser Erwartungshaltung bedrängt und haben zudem das Problem, oft nicht einschätzen zu können, wo genau sie die Grenze ziehen sollen, ohne jemanden zu verletzten.

Inzwischen sind auch schon bekannte japanische Schokoladenfirmen (wie etwa das Label „Black Thunder“ der Firma Yuraku Confectionery Co.) dazu übergegangen, den Sinn der „Giri-Choco“ zu hinterfragen – obwohl eben diese Tradition ihnen finanziell in die Taschen spielt.

Aber auch mehr und mehr Unternehmen setzen ein regelrechtes Verbot durch, „Giri-Choco“ am Arbeitsplatz zu verteilen. Zahlreiche Mitarbeiter*innen begrüßen dies. Denn in einer Umfrage gaben knapp 40 Prozent von ihnen an, die „Giri-Choco“ als eine Art Machtmissbrauch zu empfinden. Es bleibt daher spannend, wie sich dieser Trend in den Folgejahren weiter entwickelt.

Autor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 05.02.2019


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