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Tod von Hana Kimura schlägt Wellen in der Politik

Quelle: www.spiegel.de, www.sport1.de
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Der vermeintliche Selbstmord der 22jährigen Wrestlerin Hana Kimura (wir berichteten), dem Cybermobbing vorausging, ist nicht der erste seiner Art. Doch sieht es jetzt danach, dass eben dieser Fall nun eine Debatte in Japan ausgelöst hat, gegen Urheber von Hasskommentaren strenger vorzugehen und die Gesetzeslage dahingehend zu verschärfen.

Die Kommunikationsministerin Sanae Takicho hält es für notwendig, künftig Verfahren einleiten zu können, durch welche die Offenlegung der Absender-Informationen von Hasskommentaren gewährleistet ist. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt können Internetdienstleister in Japan zwar anonyme Online-Botschaften, die mit den Menschenrechten nicht einhergehen, löschen. Auch können dort Opfer, gegen die Cybermobbing betrieben wird, die Betreiber auffordern, Informationen über die Urheber der Hasskommentare preiszugeben, um anschließend juristisch gegen sie vorzugehen. Dennoch werden viele Urheber eben jener Kommentare nur schwer bis gar nicht ermittelt.

Große Online-Dienste wie Twitter und Facebook haben zur Erklärung gegeben, sich künftig noch mehr darum zu bemühen, die Urheber von Hasskommentaren zu sperren. Gleichzeitig erinnern sie aber auch an das Recht der Meinungsfreiheit.

Das Thema Cybermobbing erlangt besonders im asiatischen Raum der Unterhaltungsindustrie immer wieder traurige Aufmerksamkeit: Man erinnere sich nur an die Suizide der K-Pop-Stars Cha In Ha († 03. Dezember 2019), Goo Hara († 24. November 2019) und Sulli († 14. Oktober 2019). Sowohl in Südkorea wie auch in Japan herrscht ein enormer Druck auf junge Menschen im öffentlichen Leben und Cybermobbing intensiviert diesen Druck nur noch.

Offiziell ist der Tod Hana Kimuras übrigens nicht als „Selbstmord“ verzeichnet worden: Auf Wunsch der Familie wurde die Todesursache geheim gehalten. Die Polizei sprach aber davon, dass Fremdeinwirkung bei ihrem Tod ausgeschlossen worden sei.

Autor: Kathia Krüss
Datum d. Artikels: 27.05.2020


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