2012-05-27 - „Cool Biz“-Kampagne zeigt durchschlagenden Erfolg

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Quelle: JapanMarkt online

 „Cool Biz“ (jap. クール・ビズ) heißt eine Kampagne des japanischen Umweltministeriums, deren diesjähriger durchschlagender Erfolg zurzeit für Aufsehen in der japanischen Geschäftswelt sorgt.

 

Im Rahmen der seit 2005 jährlich durchgeführten Aktion, wird die Kühlleistung der Klimaanlagen in japanischen Büros von 26°C auf 28°C gesenkt, was helfen soll Strom einzusparen. Als Ausgleich dafür sollen Unternehmen die Kleidervorschriften für ihre Mitarbeiter lockern. Sie sollen beispielsweise auf Jacketts und vor allem auch auf Krawatten verzichten dürfen.

 

Ursprünglich sollte diese, während der fünf heißesten Sommermonate durchgeführte Aktion, der Entstehung von Treibhausgasen entgegenwirken und helfen die Vereinbarungen des Kyoto-Protokolls einzuhalten. Doch anfänglich konnte die Kampagne nur sehr mäßige Erfolge verbuchen, da viele Angestellte sich ohne die gewohnte offizielle Kleidung unangenehm „nackt“ fühlten.

In Folge der Katastrophe von Fukushima im vergangenen Jahr, kämpft Japan jedoch derzeit noch immer mit einer allgemeinen Stromknappheit und das Bewusstsein Strom einsparen zu müssen ist so groß wie noch nie in der japanischen Gesellschaft.

Und so ist Japans Geschäftswelt dieses Jahr in einem Maß krawattenfrei geworden, welches noch vor Kurzem unvorstellbar gewesen wäre. Weil vor allem Großkonzerne wie Panasonic und Toyota die neue Kleiderordnung quasi zur Pflicht erhoben haben, sind Krawattenträger zurzeit sogar deutlich in der Minderheit.

 

Wegen des ungewöhnlich warmen Frühlings startete die Kampagne dieses Jahr zudem bereits im April und damit einen Monat früher als die letzen Jahre.
Im Winter wird die Aktion dann von der sogenannten „Warm Biz“-Kampagne abgelöst werden.