2014-03-11 - Ehemann lernt tauchen um vermisste Frau zu finden

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Quelle: tokyotimes.com

Heute vor drei Jahren, am 11. März 2011, erfuhr Japan mit der Dreifachkatastrophe von Fukushima ein beispielloses Trauma. Viele Menschen gedenken heute den zahlreichen Opfern, die während des Erdbebens und des gewaltigen Tsunamis umgekommen sind.

 

Manch einer geht aber noch weiter. Zum Beispiel der 57-jährige Yasuo Takamatsu. Seine Frau, die zum Zeitpunkt des Unglücks 47 Jahre alt war, gilt bis heute als vermisst. Um seine Chancen zu erhöhen, ihren Körper vielleicht doch noch zu finden, nahm er Tauchstunden, um sich im Meer auf die Suche nach ihr begeben zu können.

 

"Ich vermisse sie", sagt Herr Takamatsu, "ich vermisse den großen Teil von mir, den sie ausgemacht hat." Mehrere Stunden, bevor das schwere Erdbeben Japan erschüttern sollte, erreichte ihn die letzte Nachricht seiner Frau. 'Ich will nach Hause', schrieb sie. "Das war die letzte Mitteilung von ihr. Ich fühle mich schrecklich bei dem Gedanken, dass sie noch immer da draußen ist. Ich möchte sie so schnell wie möglich nach Hause holen."

 

Retter konnten bisher lediglich das Handy der Frau bergen. Auf Diesem befand sich noch eine nicht versendete Nachricht, welche lautete: 'Großer Tsunami.'

"Ich fühle mich noch immer so wie zum Zeitpunkt des Tsunamis", erklärt Herr Takamatsu. "Gefühlstechnisch habe ich mich seither kein Stück bewegt. Ich denke, ich werde mich auch weiterhin in diesem Gefühlsstatus befinden, bis ich sie gefunden habe." Er weiß aber auch: "Ich möchte sie finden, aber mir ist bewusst, dass das eventuell nie der Fall sein wird, da der Ozean einfach zu riesig ist. - Aber ich muss es versuchen."