2011-11-24 - Es geht auch ohne Atomstrom
Geschrieben von BettinaQuelle: asienspiegel.ch
Eine gewagte Aussage, die aus der Zentrale des Stromkonzerns Tepco sickerte.
Das Unternehmen soll berechnet haben, dass selbst wenn kein hauseigenes AKW mehr laufen würde, trotzdem die Stromversorgung für den nächsten Sommer gesichert wäre.
Selbst wenn der Stromverbrauch ansteigt, womit Tepco rechnet, könnten die notwendigen 57 Millionenkilowatt durch Investitionen in andere Energieträger, wie Wasser- oder Wärmekraftwerke aufgebracht werden.
Tepco rückt trotzdem nicht von seinem Standpunkt ab, dass die Atomkraft der Hauptpfeiler, der japanischen Energieversorgung ist. Mit dieser Einschätzung wolle man nur verdeutlichen, dass es auch ohne Atomkraftwerke im nächsten Sommer zu keinerlei Stromausfällen kommen werde.
Tepco selbst hat nur noch 2 Reaktoren von insgesamt 17 (im Großraum Tokio und im Nordosten) in Betrieb. Alle Anderen sind entweder durch die Katastrophe ausgefallen oder wegen Sicherheitskontrollen vorläufig abgeschaltet worden. Und auch diese 2 letzten Reaktoren sollen im Januar oder März für Kontrollen runter gefahren werden.
Diese Entwicklung ist im ganzen Land zu beobachten. Momentan sind nur noch 11 von den insgesamt 54 Reaktoren, die Japan besitzt, in Betrieb. Die Meisten wurden routinemäßig wegen Kontrollen abgeschaltet und die lokalen Regierungen weigern sich diese wieder hoch zu fahren.
Hält diese Entwicklung an, so könnte schon im Frühjahr des neuen Jahres der letzte Reaktor vom Netz genommen werden.
Was nun wohl auch für Tepco kein Problem mehr darstellt.
