2011-12-03 - Facebook, Mixi und Twitter in Japan

Geschrieben von Bettina
Quelle: www.asienspiegel.ch

Kenji Kasahara wurde über Nacht mit Mixi zum Millionär.

Das soziale Netzwerk war seit der Gründung 2004, der absolute Spitzenreiter in Japan.

 

Facebook habe auf dem japanischen Markt keine Chance, hieß es. Denn gerade die Anonymität von Mixi wurde gelobt und geschätzt. Doch nun hat sich das Blatt gewendet.

Gemäß der Marktforschung lag Facebook nun mit 11,3 Millionen Besuchen vor Mixi mit 8,38 Millionen.

Mark Zuckerberg, der Gründer von FB, hat selbst dazu beigetragen. Er räumte Japan die neue Priorität ein und erklärte es zum wichtigsten Wachstumsmarkt. Auch der Film „The Social Network“ half beim neuen Bekanntheitsgrad mit.

 

Für Mixi sind die goldenen Jahre wohl vorbei. Das regional geschlossene Netzwerk gibt es nur auf Japanisch, was als Nachteil gegenüber dem global agierenden Facebook angesehen wird. Außerdem wird Mixi meist nur für die Pflegung des allerengsten Freundeskreises angesehen.
 

Um den Anschluss nicht zu verlieren, geht Kenji Kasahara nun eine Kooperation mit Twitter ein. Mit 14,5 Millionen Nutzern pro Monat genießt das amerikanische Mikroblog-Netzwerk noch mehr Ansehen als Facebook.

Mixi erhofft sich damit einen breiteren Zugang zum Internetmarkt.

Für Twitter selbst ist das ganze eher ein Experiment.

Als Erstes wird eine gemeinsame Weihnachts-App ins Auge gefasst. Mit dieser sollen sich Nutzer beider Netzwerke gratulieren und beschenken können. Auch eine enge Zusammenarbeit in Krisenfällen ist geplant. Gerade um den 11. März herum zeigte sich, dass Twitter zu einem unerlässlichen Informationsgeber wurde.

 

Der Dreikampf zwischen Facebook, Mixi und Twitter wird unter neuen Voraussetzungen im Jahr 2012 also weiter gehen.