2014-06-12 - Fragwürdiger Personalwechsel in der Atomaufsichtsbehörde

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Quelle: japanmarkt.de

Seit der AKW-Katastrophe in Fukushima 2011 wurde die Atomaufsichtsbehörde, die zuvor dem Industrieministerium unterstellt war, reformiert und erhielt die Bezeichnung „Nuclear Regulatory Angency“ (NRA). Mit diesem Schritt wurde sie unabhängig.

 

Aber genau diese Unabhängigkeit könnte mit einem fragwürdigen Personalwechsel gefährdet sein: Der Seismologe und bisherige Vize-Chef Kunihiko Shimazaki legt sein Amt nach nur zwei Jahren nieder. Er hatte in der Vergangenheit die Sicherheit mehrerer Reaktoren bei Erdbebengefahr in Frage gestellt und sich in der Atomindustrie damit natürlich nicht gerade beliebt gemacht.

 

Sein Nachfolger wird der AKW-Befürworter Satoru Tanaka, für den eventuell sogar der Posten der stellvertretenden Leitung in Frage käme. Der Professor für Nukleartechnik erhielt jedoch bis zum März 2012 500.000 Yen (circa 3.616 Euro) von der TEPCO-Stiftung sowie 1,1 Millionen Yen (circa 7.950 Euro) von Hitachi GE Nuclear Energy und dem Ingenieur-Dienstleister Taiheiyo Consultant. Diese Gelder sollen für Forschungszwecke verwendet worden sein. Hinzu kommt, dass Tanaka schon kurz nach der Fukushima-Katastrophe zur weiteren Nutzung von Atomenergie aufrief und diese nur acht Monate nach dem Unglück wieder als „sicher“ anpries.

 

Mit diesem biografischen Hintergrund stellt sich zurecht die Frage, ob sich der Wind innerhalb der NRA künftig dreht.