2011-09-30 - Handy mit Geigerzählerfunktion

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Quelle: Asahi Shinbun, Yomiuri Shinbun

Ja, wir erinnern uns noch alle sehr genau an die Katastrophe die Japan im März heimsuchte und die unendlich viele Schäden und undenkbares Leid verursacht hat. Doch auch heute nach so vielen Tagen kann man in Japan nicht von Sicherheit sprechen, selbst wenn für viele Leute der Alltag wieder in ihr Leben getreten ist.

 

Und abgesehen von all den vielen Obdachlosen und denjenigen, die Arbeit, Familie und Freunde verloren haben, sind nun auch alle anderen sehr in Bereitschaft, denn noch immer werden hohe Strahlenwerte in und um Fukushima gemessen.

Zwar berichtet Yahoo! Japan mit einer digitalen Karte im Internet immer über die Strahlungswerte, aktualisiert ihre Karte alle fünf Minuten und misst an elf Orten und auch das Wissenschaftsministerium misst einmal täglich in allen Präfekturen die Strahlung, doch die Menschen wollen weder an die Werte der AKW Betreiber, noch an die des Staats glauben.

Wen wundert es, nach allem, was sie durchgestanden haben. Und da selbst in Deutschland überall Geigerzähler verkauft wurden, sah das in Japan nicht anders aus.

 

Doch wie immer zeigt sich Japan erfinderisch. Dank der Firma NTT Docomo soll bald jeder seinen Geigerzähler immer dabei haben. Sie entwickelten ein Smartphone, das dank einem Sensor an der abnehmbaren Außenhülle Strahlenmessungen durchführen soll. Auch verfügt es GPS, sodass man die Daten – Ort, Uhrzeit, Messwert und sogar mit Foto – auf eine digitale Karte laden und abrufen kann. Damit sollen auch die letzten Sorgen vor dauerhaften Einflüssen genommen werden und die Bevölkerung wieder ein wenig entspannter sein. Natürlich wird damit aber auch auf das große Geschäft abgezielt.

 

Am 4. Oktober beginnt in Tokyo die Elektronikmesse CEATEC, auf welcher NTT Docomo ein erstes Testgerät vorstellen wird, da es aber nach wie vor in der Entwicklung steckt, kann man leider noch nicht sagen, wann genau das Gerät auf den Markt kommen soll.