2012-05-07 - Japans Essgewohnheiten im Wandel
Geschrieben vonQuelle: JapanMarkt online
Die Ergebnisse einer nun veröffentlichten Studie des japanischen Innenministeriums sind fast schon ein kleiner Skandal: Erstmals in der Geschichte des Landes geben die Japaner mehr Geld für Brot aus, als für Reis. Der Studie zu Folge wurde pro Haushalt 2011 27.780 Yen für Reis ausgegeben, rund 4 % weniger als im Jahr zuvor und 28.368 Yen für Brot, was einem Plus von 0,4 % im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Und nicht nur das: auch der Verkauf des traditionellen Grundnahrungsmittels ging im letzten Jahrzehnt stark zurück, um ganze 16 %, während die Menge an verkauftem Brot um gut 1/5 zunahm.
Bei der tatsächlich verzehrten Menge kann Reis als Grundnahrungsmittel Nummer eins seine Position jedoch noch immer mit großem Abstand behaupten. 2011 nahmen Japaner durchschnittlich 1,7 Mal so viel Reis wie Brot zu sich. Zehn Jahre zuvor waren es jedoch noch 2,6 Mal mehr.
Ein weiteres Ergebnis der Studie ist nachlassende Leidenschaft der Japaner fürs Kochen, die sich in der Rekordsumme von 13.411 Yen niederschlägt, welche 2011 durchschnittlich für abgepackte Fertiggerichte (Bento) in Supermärkten ausgegeben wurde.
Die Ursachen hierfür werden vor allem in der zunehmenden Zahl der Ein-Personen-Haushalte gesehen, sowie in der steigenden Zahl berufstätiger Paare.
