2011-10-29 - Japans Grabscher

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Quelle: Asienspiegel

Chikan heißen sie - Grabscher - und sie sind ein echtes Ärgernis der japanischen Gesellschaft. Meist treiben sie ihr Unwesen in den chronisch überfüllten Bahnen des Landes, wo Körperkontakt sowieso schwer zu vermeiden ist. Mittlerweile gibt es schon eigene Bahnabteile für Frauen, damit diese ungestörrt zur Arbeit fahren können. Außerdem wurden Kameras installiert und Warnplakate aufgehängt. Aber da einige Japaner dennoch weiterhin ungeniert zupacken, startet die Polizei nun eine neuerliche Offensive, in deren Zuge sie das Sicherheitspersonal erhöhen will. Ob es hilft, wird sich zeigen. Denn es ist schwer, einen mutmaßlichen chikan zu überführen, wenn er nicht auf frischer Tat ertappt wurde. Viele Anklagen wurden schon fallengelassen, weil lediglich die Aussage des Opfers den Täter belastete. Gleichzeitig gibt es auch immer wieder Fälle, in denen jemand zu Unrecht beschuldigt wurde.

 

Dass das Problem die Japaner sehr beschäftigt, zeigt sich daran, dass es sogar einen Film gibt, der sich mit der Chikan-Problematik befasst. Der 2007 abgedrehte Streifen heißt Sore demo boku wa yattenai (I Just didn’t do it) und erzählt seine Handlung aus Sicht eines zu Unrecht beschuldigten Mannes. Na dann, gute Fahrt!