2012-03-12 - Kyotokumaru Nr. 18 – Monument oder Wunde?
Geschrieben von BettinaQuelle: Asienspiegel
Im Süden, in der Stadt Kesennuma liegt die Kyotokumaru Nr. 18, welche der Tsunami am 11. März 2011 landeinwärts spülte. Das über 330 Tonnen schwere Fischerschiff steht noch immer dort, wo es die Wellen hinterlassen haben. Die Trümmer um das Schiff herum sind weggeräumt.
Das Fischerschiff selbst ist mittlerweile zu einer inoffiziellen Gedenkstätte geworden. Freiwillige Helfer und Touristen pilgern zu ihm, um das Ausmaß der Jahrhundertkatastrophe überhaupt erfassen zu können.
Kesennuma fragt sich nun, ob die Kyotokumaru Nr. 18 aufgeräumt werden soll oder als Monument des Tsunami genau an diesem Ort bleiben sollte?
Die Besitzerfirma wäre bereit der Stadt das Schiff zu übertragen.
Die Befürworter sehen in Kyotokumaru Nr. 18 ein „Symbol des Wiederaufbaus“, während Andere eher eine „Wunde des Tsunami“ erkennen.
