2011-11-19 - Nachgewiesene Caesium-Werte in Fisch

Geschrieben von
Quelle: japantoday.com

Forscher gaben bekannt, dass der meiste Atomstaub, der am 11. März während der Katastrophe in Fukushima Daiichi freigesetzt wurde, sich im Pazifik abgesetzt hätte und von dort aus um den Planeten zirkuliert sei. Dabei dürfte es sich um bis zu 80% des Atomstaubes handeln; der Rest hätte sich auf dem Land abgelegt, sagt Hiroshi Takahashi, Forscher am Institut Ibaraki, nordöstlich von Tokyo. Das bedeutet im Klartext, dass das Meerwasser deutlich kontaminierter sei als der Erdboden, obwohl die jüngsten Daten belegen, dass sich die Meereswerte deutlich unter dem Gefahrenlevel für Menschen bewegen.

 

Computersimulationen zufolge soll das Caesium-137 zuerst nordöstlich, über den Osten Russlands und Alaska geweht worden sein, bevor es ins Meer fiel, von wo aus es die Westküste des amerikanischen Festlandes erreichte, so Takahashi. Am 24. März dürfte es erstmals den kompletten Erdball umrundet haben.

 

Diese Spur machte sich, wie zu erwarten war, auch in einem von Japans Hauptnahrungsmitteln erkennbar: Am Donnerstag erklärte die Umweltorganisation Greenpeace, sie haben radioaktive Werte in Fisch entdeckt, der in japanischen Supermärkten verkauft wird. Allerdings liegen diese Werte unter der 500 Becquerel-Grenze. Zwischen dem 12. Oktober und 8. November wurden im Osten Japans 47,3 Becquerel Caesium pro Kilogramm in Dorsch gemessen, aber auch andere Fischsorten wie Tunfisch seien betroffen, so Greenpeace.