2015-03-21 - Polizeiaufgebot wegen individuellem Kleidungsstil

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Quelle: japantoday.com

Die Kleidungswahl einiger Jugendlicher war am vergangenen Dienstag tatsächlich ausschlaggebend dafür, dass die Polizei gerufen wurde.

Wie jedes Jahr um Mitte März herum feierten auch dieses Mal Schüler in Japan ihre Abschlussparty. Nun hat sich seit einigen Jahren in Okayama City unter den Schülern der Mittelstufe eine unoffizielle Tradition entwickelt, in der man sich anlässlich der Feier außerhalb der Okayama Station trifft und lange, mantelähnliche Gewänder trägt anstatt der typischen Abschlussfeier-Kleidung. Doch damit nicht genug: Entgegen der sonst in Japan überall anzutreffenden einheitlichen Uniform haben diese Gewänder, die besonders bei den Jungs etwas an die Kleidung der Bosozoku erinnern, auch noch unterschiedliche Farben und manche Schüler färben sich sogar noch zusätzlich die Haare. Dieses Erscheinungsbild war für einige Anwohner der Gegend Grund genug, die örtliche Polizei zu rufen. Diese sollte während der Feier ein Auge auf die „potentiell Widerspenstigen“ haben.

 

Die Angst der Anwohner rührte möglicherweise daher, dass sich nur wenige Tage zuvor ebenfalls eine Gruppe Schüler in solch auffälligen Outfits für eine Schulabschlussfeier an der Hakata Station in der Präfektur Fukuoka traf, von denen ein Mädchen verhaftet wurde, nachdem sie einen Kampf begonnen hatte.