2012-04-23 - Reine Jungen- und Mädchenschulen immer seltener
Geschrieben vonQuelle: Yomiuri Shimbun
Einer neuen Studie des japanischen Ministeriums für Erziehung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie zu Folge trifft der landesweite Geburtenrückgang reine Jungen- und Mädchenschulen besonders hart. Machte diese Schulform 1991 noch über 18 % aus, so sind seit 2008 nicht einmal mehr 10 % aller Schulen reine Jungen- bzw. Mädchenschulen. 2011 gab es noch insgesamt 464, davon 130 für Jungen und 334 nur für Mädchen und ihre Zahl sinkt weiter in dramatischem Tempo.
Dieser rasante Rückgang ist vor allem darauf zurück zu führen, dass viele Single-sex Schulen um mehr Schüler zu werben sich zunehmend für beide Geschlechter öffnen.
Trotz dieses Trends sind es jedoch noch immer vor allem reine Jungenschulen, die die vorderen Plätze belegen, wenn es um die Zahl der Schüler geht, die es schaffen nach Abschluss der Highschool die Aufnahmeprüfung zu einer von Japans Top-Universitäten zu bestehen.
Laut einer Studie der Daigaku Tsushin, einer Informationszeitschrift für Universitätsaufnahmeprüfungen, waren 2012 die ersten sieben Schulen, von denen die meisten Bewerber die Aufnahmeprüfungen der begehrten Tokyo Universität bestanden, allesamt reine Jungenschulen. Den achten Platz belegte die reine Mädchenschule Oin Gakuen.
