2017-04-24 - Schwere Zeiten für Schnellrestaurants
Geschrieben vonQuelle: japanmarkt.de
Fastfood-Ketten sind in Japan wahnsinnig beliebt. Durch die Arbeitszeiten vieler Arbeitnehmer und stetig zunehmender Singlehaushalte, in denen einfach weniger gekocht wird, ist Fastfood einfach eine praktische und preiswerte Möglichkeit, an eine warme Mahlzeit zu gelangen. Doch die einschlägigen Ketten in Japan bekommen zunehmend Konkurrenz – und zwar von den ebenfalls sehr beliebten Kombini: kleine Supermärkte, die oftmals rund um die Uhr geöffnet haben und alles Wichtige für das tägliche Leben in ihrem Sortiment anbieten. Kombini sind zwar nicht neu, doch ihr Angebot an frisch zubereiteten Fertiggerichten – unter anderem Bento-Boxen, Onigiri-Reisbällchen, Nudeln und Salate – wächst stetig. Die Auswahl jener Produkte ist inzwischen vielfältiger als bei den meisten Fastfood-Restaurants. Zudem bieten immer mehr Kombini extra eingerichtete Essecken an sowie das Aufwärmen der Speisen vor Ort. Auch preislich liegen die Kombini-Speisen gut im Rennen.
Die Fastfood-Ketten bemühen sich nun durch Modernisierung ihrer Läden um attraktivere Essbereiche für ihre Kunden. Allerdings steht ihnen eine finanzielle Veränderung im Weg: Im Herbst 2019 soll die Mehrwertsteuer auf 10 Prozent erhöht werden. Zwar werden Nahrungsmittel von dieser Erhöhung wahrscheinlich nicht berührt sein, Esslokale hingegen schon. Zudem steigen auch die Löhne in der Gastronomie, wodurch sich theoretisch auch die Preise für die Speisen erhöhen müssten. Diese Preiserhöhung steht den Speisen der Kombini wiederum gegenwärtig nicht bevor, weshalb zu erwarten ist, dass den Schnellrestaurants schwere Zeiten bevorstehen.
