2011-12-23 - Sparsame Weihnachtsbeleuchtung
Geschrieben von BettinaQuelle: www.asienspiegel.ch
In der westjapanischen Hafenstadt Kobe ist im Dezember immer ein aufwändiges Lichtspektakel zu bewundern. Kobe gedenkt mit dem „Luminarie“ alljährlich den Erdbebenopfern aus dem Jahre 1995. Der Tsunami von 2011 hat jedoch eine neue Ausgangslage geschaffen.
Es wurde mit dem Gedanken gespielt das Lichtfest komplett ausfallen zu lassen.
Schließlich wurde jedoch beschlossen am Luminarie festzuhalten. Es wurde allerdings eine Anpassung vorgenommen.
Das Lichtspektakel wurde unter der Woche eine halbe Stunde früher abgeschaltet und es wurden 20% energiesparende LED-Lichter eingesetzt.
Auch auf der angesagten Tokioter Omotesando gingen die Lichter, trotz Energiesparmassnahmen wieder an. Doch auch hier wurde Rücksicht genommen.
Statt 900.000 LED wurden dieses Jahr nur 650.000 verwendet.
Die restlichen Lichter wurden der Großstadt Sendai, die ebenfalls unter dem Erdbeben zu leiden hatte, für die Weihnachtsbeleuchtung ausgeliehen.
In anderen japanischen Städten wird gänzlich auf erneuerbare Energien gesetzt. In Yokohama werden Batterien, die Solarenergie speichern können, verwendet. Und in der Stadt Saitama wird das gesamte Lichtspektakel durch Biomasse erzeugt.
