2012-04-24 - Sperrzone um Fukushima mehrere Jahrzehnte Gültigkeit

Geschrieben von Bettina
Quelle: Asienspiegel

Das gigantische Dekontaminierungsprogramm, welches die Regierung für die Sperrzone um das AKW Fukushima in Gang setzte, scheint vergebens.

Gerade mal für die Gemeinden Kawauchi, Tamura und Minamisoma wurden die Bedingungen gelockert. Die Bewohner dürfen tagsüber in ihre Städte zurückkehren.

In acht weiteren Gemeinden jedoch ändert sich nichts. Die Sperrzone wird aufrecht erhalten.

Für die drei Gemeinden Okuma, Futaba und Namie haben sich mittlerweile sogar alle Hoffnungen zerschlagen. Der Umweltminister Goshi Hosono erklärte, dass diese in den nächsten 20 Jahren nicht mehr bewohnbar seien.

Allein die Städte Futaba und Namie weisen Strahlenwerte von über 50 Millisievert pro Jahr auf. 1 Millisievert pro Jahr wird als gesundheitlich vertretbar angesehen.

 

Die Bürgermeister der Gemeinden befürchten sogar, dass ihre Städte gar nicht mehr bewohnbar werden. Vermutlich werden sie zu Zwischenlagern für verseuchte Erde.

Somit ist dies, für einen Teil der ca. 80.000 evakuierten Bewohner der 20-Kilometer-Sperrzone, das Ende einer Illusion auf baldige Rückkehr, die die Regierung aufrecht erhielt.