2011-11-18 - Verseuchter Reis

Geschrieben von Bettina
Quelle: asienspiegel.ch

Einstweiliges Verkaufsverbot ausgesprochen.

Bei der Überprüfung einer japanischen Reisprobe im Bezirk Onami in Fukushima City, der Hauptstadt, der Präfektur, wurden Werte von 630 Becquerel (SI-Einheit der Aktivität eines radioaktiven Stoffes) pro Kilo gemessen. (Der offizielle Grenzwert ist 500 Becquerel pro Kilo.) Dies wurde durch die JA Group (Japanischer Landwirtschaftsverband) festgestellt. Die Regierung bestätigte die Befürchtung mit einem zweiten Test und verhängte ein einstweiliges Verkaufsverbot für die aktuelle Reisernte aus den 154 Betrieben des Bezirks. Außerdem ordnete sie eine Nachprüfung an.

Der betroffene Reis sei nie in den Handel gekommen. Es sollen keine größeren Gebiete davon betroffen sein.

Die Regierung in Tokyo erklärt die erhöhten Werte als „lokal begrenzte Hotspots“. Doch so einfach scheint das Ganze nicht zu sein. Frühere doppelte Messproben aus dem Bezirk Onami wurden als sicher empfunden. Anfang Oktober wurde schließlich die gesamte Reisernte aus Fukushima zum Verkauf freigegeben. Wobei sich der Reis noch in den Lagern der Großhändler befunden hätte. Auch hier wird allerdings eine Nachkontrolle notwendig sein.

Die Medien kritisieren nun das System der doppelten Proben der Regierung. Es sei zu wenig flächendeckend und zu durchlässig.